Die SchreibDilettanten auf Exkursion: Pubnpub #12 mit Midnight

Am 12.11.14 lud Leander Wattig zum zwölften Pubnpub in Berlin ein, genauer im Club der polnischen Versager (kein Scherz, der Laden heißt wirklich so), diesmal mit Marguerite Joly als Stargast, der Leiterin von Midnight, dem digitalen Imprint von Ullstein. Natürlich durften da Die SchreibDilettanten nicht fehlen – und das taten sie auch nicht.

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Die Location war schnell gefunden, befand sie sich doch strategisch gut gewählt nicht weit weg vom Ullstein-Verlagsgebäude in Berlin Mitte. Natürlich waren wir als alte Streber mal wieder die ersten vor Ort, was sich aber als Segen erwies, denn der Club der polnischen Versager ist doch recht gemütlich, soll heißen: klein.

Die Zahl von rund 80 Teilnehmern geisterte im Raum – so oder so gab es Rockkonzertatmosphäre, da man mit Vor-, Neben- und Hintermännern und -frauen auf Tuchfühlung war.

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Nachdem alle – mehr oder weniger – Platz gefunden hatten, schwang sich Marguerite Joly auf den heißen Stuhl und begann einen Vortrag über die neuen digitalen Zweige von Ullstein, Midnight und Forever. Wie heiß der Stuhl dann wirklich war, zeigte sich später.

Zunächst einmal gab es viele Infos rund um die E-Book-Szene und natürlich speziell über Midnight und Forever. Besonders interessant war hierbei der eine oder andere Blick hinter die Kulissen, den es sonst nicht so gibt. Viees von dem, was Marguerite Joly vortrug, lässt sich auch auf den Seiten von Midnight und Forever lesen.

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Was man dort jedoch nicht so erfährt, ist das Ausmaß der Unterstützung, den die digitalen Imprints vom Mutterverlag erfahren. Ullstein möchte also offensichtlich mit ihrem E-Book-Only-Zweig nicht nur als Trittbrettfahrer dem digitalen Trend aufsitzen, sondern ihn auch aktiv gestalten – mit den Qualitäten, die ein so großes und erfahrenes Verlagshaus wie Ullstein halt zu bieten hat – von der Covergestaltung und dem Marketing bis hin natürlich zum Lektorat und Korrektorat.

Die Unterstützung, die Ullstein seinem jüngsten Zögling zukommen lässt, war auch mit entsprechender Manpower (nun gut, eher Womanpower), deutlich sichtbar. Viele Verlagsmitarbeiterinnen befanden sich im Publikum.

A pros pros Publikum: Es war sehr spannend zu sehen, welche interessante Mischung hier  vertreten war. Von der Kinderbuchautorin bis hin zu Filmregisseuren war hier eigentlich alles vertreten, was auch nur im Entferntesten mit dem Verlagswesen und speziell mit E-Books zutun hat. Auch Prominente Autoren, wie Petra A. Bauer haben sich im Publikum versteckt.

Dementsprechend fachkundig und kritisch fiel auch die Fragerunde aus. Hier gefiel uns vor allem der erfrischende und offene Umgang Marguerite Jolys mit dem Publikum. Beispielsweise auf die Frage, worin denn der Vorteil eines E-Book-Only-Verlags gegenüber dem Self-Publishing läge, antwortete sie nonchalant, dass das nun jeder Autor für sich entscheiden müsse und es auch gute Gründe gäbe, darauf zu verzichten, bei Midnight oder Forever zu veröffentlichen – wenn man denn als Selfpublisher gewillt ist, all die Dinge, die einem der Verlag abnimmt, selbst zu machen. Hier sei es schlichtweg typenabhängig, ob man halt lieber verlegerischer Kleinunternehmer oder eben hauptsächlich Autor sein möchte.

Der Verweis, dass auch gestandene Bestseller-Self-Publisher wie z.B. Emily Bold ihren Weg zu Forever gefunden hätten, gab hier aber auch zu denken.

Alles in alles in allem war der 12. Pubnpub allerdings sehr viel mehr als eine Werbeveranstaltung. Die Atmosphäre war locker, es wurde viel gelacht und geschnackelt, so dass das Event schließlich ebenso informativ wie gemütlich war.

Bleibt zum Schluss nur die Frage offen, warum wir erst beim 12. Pubnpub auf die Idee kamen, hinzugehen – und wann der nächste stattfindet. Wir können jedenfalls diesen Stammtisch nur empfehlen, der vielleicht auch in einer größeren Stadt in deiner Nähe geplant ist. Wie Leander Wattig betonte, gibt es Pubnpubs auch in anderen Städten Deutschlands, aber auch z.B. in Österreich und der Schweiz.

Unserer ersten Erfahrung nach lohnt es sich, einen Abend zu investieren – und sei es, um die anregende und entspannte Atmosphäre zu genießen.

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