Folge 15 – E-Books

Marcus Johanus und Axel Hollmann sind die SchreibDilettanten. In der 15. Folge reden sie über Vor- und Nachteile von E-Books und vor allem, was das neue Medium für Romanautoren bedeuten könnte.

Der Wochentipp: Der Podcast des Literatur-Cafés

Links zur Folge:

8 Gedanken zu “Folge 15 – E-Books

  1. Hallo ihr zwei!

    Ich habe euren Podcast relativ neu für mich entdeckt und dies ist jetzt die zweite Folge, die ich mir anhöre (habe mir aber vorgenommen den Rest aufzuarbeiten ;) ).

    Gerade diese Folge hier hat mich persönlich ziemlich stark betroffen. Ich stecke nämlich gerade in meinem zweiten Ausbildungsjahr zur Buchhändlerin. Hier erstmal ein großes Lob dafür, dass ihr auch die großen Contras genannt habt.
    Die Menschen machen sie heute viel zu wenig Gedanken über bestimmte Dinge, wie eben den Kauf im Internet, oder eben die Entwicklung des Marktes in verschiedenen Branchen.
    Viele Leute vergessen, dass der Einzelne in seinem Verhalten durchaus viel für das aussterben lokaler Geschäfte tun kann, oder eben dagegen.

    Außerdem fand ich es super, dass ihr das Self-Publishing so detailiert unter die Lupe genommen habt. Es gibt viele Dinge an die denkt man, als angehender Autor überhaupt nicht, oder stellt sie sich so einfach vor.
    Ach, nur so am Rand, ein Mitarbeiter von Bastei Lübbe, sagte mir mal der digitale Satz für die Bücher, der die Kompatibilität für die verschiedenen EReader sichert ist fast so teuer, wie das setzten und Drucken bei einem traditionellen Buch.

    Nur um etwas zur Preisdiskussion beizutragen ;) .

    Vielen Dank für die Podcasts und macht weiter so!!!

    • Da ist der Bastei-Lübbe-Mensch aber nicht auf dem Stand der Technik. Idealerweise wird der Text eines eingegangenen Manuskripts lediglich semantisch ausgezeichnet, um aus einer einzigen Quelldatei dann alle möglichen Zielformate automatisiert zu generieren, inkl. PDF für Print. Um die Kompatibilität zu den E-Readern sicherzustellen, braucht es nichts weiter, als den Text zu EPUB (automatisiert) aufzubereiten, was der internationale offene Standard für elektronische Publikationen ist. Alle möglichen E-Reader brauchen nichts weiter zu tun, als EPUB anzuzeigen (nicht weiter schwierig, basiert alles auf Standard-Web-Technologien), sodass keine readerspezifischen Besonderheiten berücksichtigt werden sollen (genau deshalb gibt es ja die Definition eines allgemeinen, universalen Standards).

  2. Vielen Dank für diesen sehr aufschlussreichen Kommentar.

    Da ich auch längere Zeit im Einzelhandel gearbeitet habe und mit ansehen musste, wie die Konkurrenz aus dem Netz das Betreiben eines physischen Ladens schwieriger und schwieriger machte, kann ich deine Argumente sehr gut nachvollziehen.

    Auf der anderen Seite bin ich begeisterter E-Book-Leser und sehe viele Vorteile, die wir ja auch schon im Podcast genannt haben. Eine Zwickmühle, aus der ich auch keinen Ausweg weiß.

  3. Wie Marcus schon gesagt hat, vielen Dank für Deinen Kommentar. Wir freuen uns immer, wenn uns wer schreibt.
    Ja, mit dem Einzelhandel (und Buchhandel) kennen wir uns aus eigener Erfahrung gut aus und können Deine Bedenken absolut nachvollziehen.
    Für den Buchhändler an der Ecke waren es erst die großen Ketten, die sich auf dem Markt breit gemacht haben, dann Amazon, Libri und wie sie alle im Internet heißen … Harte Zeiten.
    Vor etwa einem Jahr habe ich im Radio einen Bericht über den Buchhändler in meinem Kiez gehört. Dieser war sich damals ziemlich sicher, dass sowohl Amazon als auch E-Books (toll, mein Spellchecker macht daraus “E-Loks”) an ihm vorbeigehen. Nun muss man sagen, das Alter des durchschnittlichen Kunden dort wird so zwischen 50-70 Jahren liegen. Wie sich die jüngere Kundschaft verhält, d.h. die Entwicklung in den nächsten Jahren ist … Wir werden es sehen.
    Ich weiß nicht, ob wir es im Podcast gesagt haben: Es wird davon gesprochen, dass die Druck und Materialkosten bei 0,50 € / Stück beim klassischen Buch liegen. Schon daraus sieht man, dass E-Books (“E-Loks” … grr!) kaum billiger als Papierbücher sein können. Die wirklichen Kosten scheinen im Lektorat, Marketing etc. zu entstehen. Auch ein interessanter Hinweis, wenn man an den Selbstvertrieb denkt.

    Axel :-)

  4. Zuerst einmal: Danke.
    Ich bin froh etwas sinnvolles beigetragen zu haben.

    Ich kann die E-Book nutzer und auch die Self-Publisher wirklich verstehen. Schließlich sind die Wege einfach und bequem, vor allem bei den Lesern.
    Ich gehöre zu der Fraktion, die mit der digitalen Variante nicht wirklich viel anfangen kann, obwohl ich sonst sehr, sehr technikafin bin.
    Jedoch verkaufe ich auch die Reader und sehe genug Kunden, für die diese Variante einen unglaublich großen Vorteil bringt.
    Ich denke da hat sich der Markt selbst aber auch ein wenig ins Aus katapultiert.

    Wie Axel schon sagte, viele Buchhandlungen öffnen sich nicht rechtzeitung und die großen Marketing-Menschen sind viel zu beschäftigt damit darüber zu diskutieren, ob man E-Books gut finden soll oder nicht, um ein intelligentes Konzept zu entwickeln, wie man vielleicht den Vertrieb optimieren könnte.

    Zum Beispiel, denke ich, wäre den vielen noch anonymen Autoren, die ihre E-Books im Selbstvertrieb herausbringen geholfen, wenn es sowas wie einen Online-Buchhändler gäbe.
    Ein Portal, das Newcomer vorstellt, die ausschließlich als E-Books existieren, sowie die in Chats oder E-Mails Beratungen geben, wie eben in der Buchhandlung um die Ecke, vielleicht sogar aus der Buchhandlung um die Ecke!

    Damit könnte man vielleicht das Problem lösen, dass ihr angesprochen habt, wie man sich aus der Masse herausheben kann.

  5. Marcus und ich haben schon öfter darüber gesprochen, dass wir im Verkauf der E-Books noch das größte Problem sehen. Der Kindle-Store z.B. ist so mit E-Books überschwemmt, dass man kaum noch ein Buch findet, dass einem gefällt. Allerdings wird sich dafür in den kommenden Jahren sicher eine Lösung finden. Das “Produkt” E-Book ist ja noch jung…

    Axel :-)

  6. Pingback: Interview: Richard Dübell | Die SchreibDilettanten

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