Folge 151 – Axel und Marcus plotten einen Fantasy-Roman

Die SchreibDilettanten versuchen sich in einer ihrer berüchtigten Brainstorming-Folgen an dem Plotentwurf für einen Fantasy-Roman.

Viel Spaß beim Zuschauen und Zuhören!

Der Wochentipp: „Spannung – der Unterleib der Literatur“ von H. P. Roentgen

47 Gedanken zu “Folge 151 – Axel und Marcus plotten einen Fantasy-Roman

  1. Ich würde den Roman nur mit viel, viel Humor oder gar Satire lesen wollen. Es kann nicht abgedreht genug sein. Das Setting kann durchaus spannend sein.

  2. Geschmäcker sind verschieden: Humor oder Satire mag ich im Roman nicht (mehr – zuviel Pratchett, Asprin … gelesen). Auch wenn es im Podcast (der ja sehr humorig war) nicht den Anschein hatte, ich würde aus der Story eine düstere Geschichte mit wenig Magie, wenig Fantasy (keine Zwerge, keine Elfen, Orks würde ich umbauen) und einem Schwerpunkt auf der Beziehung der Figuren machen.

    • Das war eine tolle Folge mit viel Humor. Besten Dank dafür, vor allem, wenn man bedenkt, dass die Zeit, die ihr für die Podcast-Produktion verwendet, nichts anderes ist als Schreibzeit, die Euch dadurch verloren geht.
      Ich schließe mich Deinem Kommentar an, Axel, aber würde noch etwas weiter gehen und den Fokus auf Gesellschaft und Kultur legen, die sich in isolierten Räumen stets anders entwickeln, als in Gegenden, die kulturellen Austausch ermöglichen. Diesbezüglich würde ich auch auf die Vielzahl an Fantasy-Völkern verzichten, mir eine Spezies herauspicken und in zwei separate Kulturen aufteilen, die das Tal bevölkern. Die Kulturen sind dabei grundverschieden und bieten viele Reibungspunkte, die in den letzten Jahrhunderten immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen geführt haben.
      Erst die Kooperation der Weisen/Magier/Priester/verehrten Ork-Geister-Lederschlampen/Whatever hat dazu geführt, dass die Verschiedenheiten wenn nicht akzeptiert, dann jedoch toleriert werden und eine friedliche Ko-Existenz möglich ist. Als die Seuche jedoch diese geistlichen Führer dahingerafft hat, droht das Tal wieder in Blutvergießen über die wahre Interpretation des Glaubens oder ähnliches zu versinken.
      Hinter der Seuche könnte dann natürlich die fiese Nekromantie stehen, die sämtliche Fäden in der Hand hält und die Kulturen gegeneinander aufstachelt.

  3. Schöne Folge,

    Gerade bei euren Plotfolgen habe ich immer das Bedürfnis Ideen einzuwerfen^^
    Ich habe mir gerade so vorgestellt das in diesem Tal vor vielen Jahren alle Magier eingesperrt wurden (statt sie zu töten) um die Magie aus der restlichen Welt zu verbannen (wegen Kriegen). erst wenn das letzte Magische Blut erloschen ist können die restlichen Menschen das Tal verlassen. (Weswegen alle die Magie nutzen getötet werden müssen) Warum das so ist weiss heute aber keiner mehr so genau.
    Die „Schurkin“ hat die Aufgabe dafür zu sorgen das keiner das Tal verlassen darf da sie sonnst alle getötet werden. Deshalb hält sie das Tal mit einem Schild geschlossen. Die energie gewinnt sie durch Menschenopfern. In einem letzten Kampf töten sich die Heldin und die Schurkin gegenseitig und alle Magier sind Tot und das Tal ist offen. Und oh Drama^^ In der Ausenwelt erinnert sich nach Jahrhunderten keiner mehr an Magier oder das Tal. Alles alte Geschichten die man Kindern erzählt.
    Am Ende stellt sich heraus das nach Jahrhunderten keiner von der Ausenwelt mehr an Magie erinnert

  4. Das war wirklich wieder eine sehr interessante Folge.

    Falls du noch einen Einfall für deine Kampange brauchst, vielleicht kannst du ja mit meinen Ideen etwas anfangen:
    1. Die Nekromantin ist offentlich bekannt als die Frau von dem Kerl, der da über das Tal wacht, aber keiner hat eine Ahnung, das sie eigentlich die wahre „Herrscherin“ ist, oder was auch immer.
    2. Ihr sagtet ja, das Tal wäre von Bergen umgeben (zum Teil) wo Orks drauf leben. Es muss ja nicht bei allen Bergbereichen der Fall sein. Ein Teil könnte auch als Feuerberg bekannt sein (Vulkan), oder sich auch über den Pass nach außen hin ergossen hat und auf diesem Berg lebt zB auch der Drache zu dem sie müssen, weil sie zur Erfüllung der Prophezeihung ein Stück Schale von einem Drachenei brauche, oder sowas.
    Keine Ahnung, was ihr euch da für ein Schräges Ritualkonzept letztlich einfallen lasst.

    Für den Grund, dass man über den einstigen Pass nicht mehr aus dem Tal rauskommt, könnte man auch eine Nebelwand nehmen, in welcher Geister/Untote lauern und die niemanden hinauslassen, was widerrum zur Nekromantin passen würde.

    Nunja, das war es erstmal

    Liebe Grüße
    Liza

  5. Ohne den Podcast bis jetzt gehört oder gesehen zu haben, freue ich mich mal wieder auf eine „Plot-Folge“. Bisher waren die allesamt sehr unterhaltsam und oft sehr inspirierent.
    Kann man übrigens sagen, wenn’s mit der Story nicht klappt, dass jemand nicht zu plotte kommt….?

  6. Als Marcus meinte, der Held braucht für seine Familie medizinische Versorgung, dachte ich sofort: Warum lasst ihr nicht gleich das ganze Dorf von etwas a la Pest befallen, die nur mit magischer Hilfe geheilt werden kann. Und Zauberer gibts ja keine mehr. Wenn das kein Grund für den König des Tales gewesen wäre, seinen treuesten Ritter auszusenden? Hmm?

    Grüße
    Martin

    P.S. Ich plotte irgendwie immer direkt mit und überlege, was ihr jetzt machen könntet. Diese Plotfolgen sind super!

  7. Hallöchen ihr Beiden,

    mir gefiel ja der verlegene (oder war es der verwegene) Waldläufer besser als ein Opferritual.

    Ich kann gut verstehen, dass Marcus auch noch einen Drachen haben möchte, aber manchmal ist weniger auch mehr. Ich habe vor kurzem ein Buch gelesen, bei dem die Autorin versucht hat möglichst viel Personen, Recherche, Handlung unterzubringen. Dadurch dümpelte die Geschichte zwar an keiner Stelle vor sich hin, dennoch fühlte ich mich etwas überfordert mit soviel Informationen.

    Dass ihr Euch an dieser Stelle dem Genre Fantasy öffnet und auch noch Spaß daran habt, freut mich doch sehr. Weiter so ;o)

    Sehr gut empfand ich auch Euren Lesetipp. Ich hatte das Buch schon im Visier. Durch Eure Empfehlung fühle ich mich jetzt darin bestärkt dort hineinzuschnuppern. Danke dafür.

    Ich wünsche Euch ein wunderschönes Wochenende.

    Liebe Grüße
    Tanja :o)

    • Nee, nee, der Drache kommt noch rein. Allerdings habe ich ja in der Folge das Konzept als Romanidee entfremdet – ich werde die Sache ja in meiner D&D-Kampagne verwursten. Und im Roman würde ich dir wahrscheinlich recht geben – für eine Rollenspielkampagne gilt – finde ich – je voller je doller.

      Sehe das übrigens nicht so, dass wir uns dem Fantasy-Genre „geöffnet“ haben. So im alter zwischen 12 und 25 habe ich sehr, sehr viel Fantasy gelesen. Aber das Interesse ist irgendwann abgeebbt, weil ich zumindest damals, also so in den 1990ern, den Eindruck hatte, dass in dem Genre irgendwie nicht mehr viel Neues passiert. Ich gebe zu, dass ich da den Anschluss verloren habe. Gerade Autoren wie halt Brandon Sanderson und Jim Butcher sind ja neueren Datums und können mich begeistern. Ich kann allerdings nicht mehr den x-ten Tolkien- oder Conan-Aufguss ertragen.

      • Ok, ich war gedanklich bei der Geschichte. In einem Rollenspiel wollen die Spieler natürlich auch mal zu den Waffen. Da gebe ich Dir recht.

        Umso wichtiger wäre es auf dem Gebiet der Fantasy mal neue Schritte zu begehen. Auch hier muss man meines Erachtens (ich spreche jetzt von einem Roman, nicht vom Spiel ;o)), gar nicht die Elfen, Vampire, Hobbits und Zombies auffahren.
        Es reicht ja schon, wenn man sich mit einer der „eingefahrenen“ Fantasystrukturen auseinandersetzt und dort mal was verändert.
        Trudi Canavan habe ich in ihrer zweiten Triologie sehr gemocht.
        Auch Brent Weeks (jedoch nur in seiner ersten Triologie, hier gehen die Geschmäcker auseinander), hat für mich auch einen fantastischen Fantasyroman verfasst.
        Wenn man das richtig angeht und nicht auf bereits breitgetretenen Pfaden wandelt, kann man auch hier sehr gute Literatur schaffen.

        Was den Folgekommentar angeht: Ich habe mich gestern schon gewundert, warum mein Kommentar immer nur mit einer Fehlermeldung belohnt wurde. Danke für den Hinweis, jetzt weiß ich wenigstens, dass es kein Anwenderfehler war.

        • Ich glaube, dass Problem ist, gleichzeitig frische Fantasy zu schreiben UND die Erwartungshaltung eines Fantasy-Lesers zu bestätigen. Wie die Erfolge von den Orks-, Trolle-, Zwerge-, usw.-Romanen der letzten zehn Jahre zeigen, gibt es ein großes Bedürfnis nach traditioneller Fantasy. Lese wie mich haben sie allerdings nicht angesprochen. Wie gesagt, Brandon Sanderson hat mit seinen Mistborn-Romanen zumindest mich davon überzeugt, dass epische Fantasy heutzutage nicht langweilig sein muss.

          Deine Tipps werde ich mir auch mal anschauen. Vielen Dank, Tanja.

  8. Tolle Folge! Ich hab direkt Lust bekommen (nach über einem Jahrzehnt Pause) mal wieder eine Fantasy Kampagne zu leiten. Was das Schreiben von Fantasy angeht kann ich mich eurer Einstellung übrigens nur anschließen:
    Das war eine tolle Idee als ich noch Jung war, aber mittlerweile seh ich das eher mit Skepsis.
    Ansonsten muss ich gestehen, ich würde da keine Drachen oder Orks reinbauen. Aber das ist nur meine Meinung. Bin da doch eher der Dark Fantasy Fan. Aber die Idee mit der Necromantin ist Klasse. Was ich besonders faszinierend an der Idee finde ist, dass das Ganze in einem abgeschlossenen Bereich (Tal) spielen soll. Ich finde Nebencharaktere sind das Salz in der Suppe und hier kommt man ja gar nicht drum herum, sie sehr genau auszuleuchten.

    Viele Grüße aus Gummersbach
    Robert

  9. Hallo,

    der Wochentip war klasse! Ich bin dank Eurer Empfehlung gerade noch in den Genuss gekommen, das Buch für 99 Cent kaufen zu können. Es ist gut geschrieben und enthält jede Menge wertvolle Tips, auch wenn man vieles letztendlich schon von anderen Schreibratgebern kennt.

    Ich finde auch, dass sich das Buch letztendlich garnicht so sehr mit der Frage beschäftigt: „Wie erzeuge ich Spannung“, sondern viele eher allgemeinde Tips gibt, wie man für den Leser interessant schreibt. Trotzdem ein Buch, das man empfehlen kann. Manchmal frage ich mich allerdings, ob ich nicht einfach mehr schreiben sollte, statt in Schreibratgebern zu lesen 😉

    Danke!

    • Freut mich, dass dir das Buch gefallen hat, Dirk. Und 99 Cent sind nun wirklich so gut wie geschenkt für so einen guten Schreibratgeber.

      Und ja, das Lesen von Schreibratgebern kann das Schreiben nicht ersetzen. Muss aber gestehen, auch ein Schreibbuchjunkie zu sein. Muss mich immer beherrschen, nicht jedes Buch in dieser Richtung gleich zu verschlingen und dafür meine Schreibzeit aufzugeben.

  10. Hallo.

    Vielen Dank für den Wochentipp. Hab mir das Buch gleich geholt und kann die Empfehlung nur bestätigen.

    Alles Gute für Euch in diesem Jahr.

    Bert

  11. Also, falls ihr jetzt wirklich ein Buch draus machen wollt, schlage ich dann doch vor, dass ihr es nicht als Autorenteam versucht, sondern dass jeder seine eigne Version schreibt. Die Ideen gingen dann zum Großteil doch sehr auseinander.
    Wie wäre es übrigens, das Geheimnis um die Abriegelung und Isoliertheit des Tales mit einer ganz und gar genrefremden Idee zu kombinieren, in der Art von „Dark City“: am Ende stellt sich heraus, dass das Tal ein künstliches Konstrukt in einem riesigen Raumschiff oder auf einem ansonsten von Hightech-Metropolen bedeckten Planeten ist und dass die meisten dort in Unwissen und Unfreiheit gehaltenen Wesen nicht mehr sind als das Spielzeug / der Zeitvertreib bzw. die Avatare einer gelangweilten hochtechnologischen Gesellschaft. Das sollte man durch vorsichtig gestreitte Hinweise vorbereiten, wie z.B. helle Sterne am Nachthimmel, die zu bestimmten Zeiten aufkreuzen und deren Bezeichnungen im Fantasy-Reich (ggf. identifiziert mit Gottheiten usw.) sich später, in der SciFi-Ebene als die Namen von Raumstationen entpuppen. Oder so.
    So, genug rumgenerdet. Ich fänds aber witzig.

      • Schade eigentlich, grundsätzlich finde ich, die Idee hat Potential. Ggf. würde ich das Tal mit weniger konventionellen Fantasy-Wesen bestücken. Was mir bei dem SciFi-Plottwist eingefallen ist, der wiürde wahrscheinlich von Fantasy-Puristen eher abgelehnt, während SciFi-Fans die traditionellen Fantasy-Klischees abschrecken dürfte. Alles in allem zu nischig, fürchte ich.

  12. Mal ganz ohne Flachs: das ist eine der geilsten Ideen für Fantasy-Stories, die ich seit langem gehört habe. Motiviert durch GoT (letzte Woche Staffel 2 beendet und gerade die dritte bestellt) will ich mal in die Fantasy-Ecke reinschnuppern, was eigentlich sonst überhaupt nicht (außer in der Jugend zu Zeiten von Hero Quest) mein Genre ist.
    Lese gerade versch. Kindle-Leseproben mal an, u.a. Brandon Sanderson, aber jedes Mal denke ich mir, dass mir eure Geschichte echt am besten gefallen würde.
    Ich würde überdenken, das nicht doch zu schreiben. Sonst setz‘ ich mich nächstes Jahr (oder diesen November?) dran!

    • Ach Oliver,
      Marcus und ich sind uns da einig: wenigstens soweit es Deutschland betrifft, ist Fantasy ein ziemlich totes Genre. Und wenn, dann würde mich eine Hard-SF-Story reizen (wie „The Martian“), aber hey, das Genre ist noch misserfolgversprechender, als Fantasy :-)

  13. Ich persönlich hab‘ Erfolgsdruck und Zahlen genug von 8 bis 18 Uhr, beim Schreiben geht’s mir eher um’s Chillen, richtig Geld ich damit wohl keins machen.
    Ich würde da auch kein oberklassisches Fantasy mit Orks draus machen. Aber die Idee mit dem Tal gefällt mir einfach total gut. Hätte auch schon eine andere ganz coole Idee, warum die aus dem Tal müssen.
    Ich hab‘ da jetzt voll Bock drauf. Mal schauen, vielleicht echt als NaNo-Projekt… ; )

  14. Klasse Folge!
    Eine meiner Lieblinge bis jetzt. Und sehr unterhaltsam für mich, ich wohne ja mit einem Regal voller RP-Regelwerke zusammen 😉
    (Dabei fällt mir ein, kennt/mögt ihr „Degenesis“? Wir haben die neu aufgelegte Rebirth Edition jetzt hier und das ist so großartig!)

    Ich finde auch, dass die Story sich zu schreiben lohnt. Auch wenn Fantasy aus Deutschland wenig Abnehmer hat, die Fans sind sehr treu.
    Ihr habt mir damit für mein Dark Fantasy Projekt auch einen schönen Einfall beschehrt. Hat zwar nicht direkt etwas mit eurer Story zu tun, doch Danke dafür :)

    Vielleicht könnt ihr ja mal eine dystopische Spionage plotten, höhö.

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