Folge 16 - Top 10 der Krimi undThrillerfilme für Autoren [ 31:59 ] Jetzt abspielen | Play in Popup | DownloadMarcus Johanus und Axel Hollmann sind die SchreibDilettanten. In der 16. Folge stellt Axel seine Top 10 der Thriller- und Krimifilme für Autoren vor und Marcus erklärt ihm, wieso sein Geschmack an der Wirklichkeit vorbei geht …
Nebenbei analysieren die beiden, was diese Filme herausragen lässt und für jeden, der selbst Krimis und Thriller schreiben möchte, interessant macht.
Der Wochentipp: Paul Cleave “Der siebte Tod”
Ja, auch hier gebe ich meinen Senf dazu und das obwohl ich gar nichts darüber weiß XD.
Von dieser glorreichen Top 10 kannte ich ganze drei Filme: Schweigen der Lämmer, Im Namen der Rose und Shutter Island.
Warum kenne ich den Rest nicht? Ich bin in Sachen Krimi total ungebildet und zu Jung für vieles. Damit gebe ich gleich mal Feedback zu eurer Bemerkung mit dem Höreralter. Also ich bin knackige 25.
Was mich interessieren würde, und ich hoffe das habt ihr nicht schon in einem Podcast erwähnt, den ich mir noch nicht angehört habe, wenn ja verweist einfach darauf, woher habt ihr euer Wissen?
Ich habe gesehen, ihr habt beide studiert, aber soweit ich das erlesen konnte, hatte das relativ wenig mit Medienwissenschaften oder ähnlichem zu tun.
Ist das alles angelesen, denn das klingt schon alles ziemlich kompetent, gerade die Äußerung dass es evtl. einen Podcast zum Thema Drehbuch geben wird.
LG
25? Ja, das waren noch Zeiten…
Woher wir unser Wissen haben? Nun, Marcus wird bestimmt auch noch etwas dazu schreiben …. Studiert haben wir, ich allerdings BWL und das hat mit auf das Schreiben von Büchern nicht wirklich vorbereitet (obwohl, in BUCHführung bin ich gar nicht so schlecht – den Kalauer konnte ich mir nicht verkneifen
). Wie schon erwähnt, waren wir beide vor einigen Jahren auch im Bucheinzelhandel tätig, da konnten wir einen Blick hinter die Kulissen werfen. Was das Schreiben betrifft, bin zumindest ich Autodidakt. Seit 6 Jahren (damals hatte ich als Geschäftsführer in dem oben erwähnten Einzelhandel aufgehört) schreibe ich i. d. R. neben meinem Hauptberuf mehrere Stunden täglich. Dazu gehört natürlich das Studium der einschlägigen Schreibliteratur, Seminare (hm …) und vor allen Dingen das Hören von Podcasts. Ehrlich, am meisten habe ich durch die “Writing Excuses” gelernt. Abgesehen davon hilft es ungemein, wenn man im Freundeskreis jemanden hat (Marcus) mit dem man sich austauschen kann. So, Podcast zum Drehbuchschreiben: Welcher Teufel hat denn Marcus da geritten?
Bin ja mal gespannt, wie er mich dazu überreden will …
Liebe Grüße,
Axel
Mir geht es ähnlich wie Axel. Ich bin also auch weitestgehend Autodidakt. Ich schreibe jetzt mehr oder weniger regelmäßig seit rund 30 Jahren, habe viel zum Thema gelesen, Seminare besucht und immerhin Germanistik studiert. Das hilft schon ein bisschen.
Mein Drehbuch- und Filmwissen habe ich mir aus Interesse am Medium angeeignet. Auch hier habe ich viel gelesen, mal ein Seminar in Medienpsychologie besucht und im Rahmen der Lehrerausbildung auch Kontakt mit Mediendidaktik gehabt.
Und, ja, auch ich habe alle Writing-Excuses-Folgen auswendig gelernt.
Ich würde gerne mal einen Podcast darüber machen, was man als Romanautor von Drehbüchern lernen kann. Damit habe ich mich auch eine Weile beschäftigt. Finde ich sehr spannend.
Pingback: Top 10 Krimi- und Thriller-Filme | Marcus Johanus' Blog
So, ich hoffe ich poste jetzt zur richtigen Folge.
Auf Eure Empfehlung hin ist mir Bloodwork wieder in den Sinn gekommen.
Einer der wenigen Eastwood Filme, der an mir vorbei gegangen ist.
Nun habe ich neulich unverschämt günstig die BluRay erstanden.
Klasse Film und neben dem gewohnt souveränen Eastwood hat mir auch Jeff Daniels grandios gefallen.
Und für die BluRay ist die Bildqualität noch mal schön aufgepeppt worden. Anschaffung lohnt sich!!
Hi, Kai,
jupp, Bloodwork ist ein wirklich guter Film. Hat mir als Eastwood-Fan gut gefallen. Und – wie sich ja inzwischen vielleicht herumgesprochen hat – und Michael Conelley ist ja eh einer meiner Lieblingsautoren.
Tja Axel,
Das mit Connelly ist mir als treurer Höhrer und fleißiger Kommentarschreiber nicht entgangen.
Der begeistert mich (noch) nicht so.
Bei Eastwood sind wir durchaus einig. Von Dirty Harry bis Million Dollar Baby und darüber hinaus hat er unheimlich viel geniale Filme gemacht (Sadistico/ Play Misty for Me !!!)
Unterm Strich gab’s in Euren Podcasts aber schon einige Interessante Anregungen in Buch und Film.
Danke dafür!
P.S.: Heute war “On Writing” bei mir in der Post.
Irgendwas muss Connelly haben, da er sich ja ziemlich gut verkauft. Ich bin aber auch noch nicht dahinter gestiegen, was. Vielleicht teile ich einfach nur nicht seinen Humor.
Viel Spaß mit On Writing.
Connelly? Humor? Hat er eigentlich nicht, bzw. spielt in seinen Romanen keine Rolle. Es gibt einfach nicht so viele Autoren, die vernünftige Police-Procedurals schreiben. Und als ehemaliger Polizeireporter weiß er halt, wovon er schreibt.
Vom ersten Eindruck her ist Connelly für mich so lesen und vergessen Lektüre.
Solide Unterhaltung, aber ohne bleibenden Eindruck.
Sein Fast Namensvetter Connolly weiß mich da mehr zu beeindrucken.
Na ja, gegen solide Unterhaltung habe ich überhaupt nichts. Connelly hat mich nur bisher einfach nicht unterhalten. Allerdings habe ich auch erst einen Roman von ihm ausprobiert. Bei Zeiten werde ich das mal nachholen. Sonst liegt Connolly auch wesentlich mehr auf meiner Linie.
Abgesehen von den Namen haben Connelly und Connolly auch nicht soviel gemein. Das mit den Namen ist allerdings fies: Hab mit Connolly nur angefangen, weil ich die Namen vertauscht habe, echt. Ansonsten: Connolly schreibt Krimis mit übernatürlichen Elementen und einer ziemlichen überdrehten Story, Connelly Police Procedurals.
Was meinst du denn mit “überdrehten Story”?
Findest du, dass die beiden Sidekicks, die den Helden begleiten, aus dem Leben gegriffen sind? Ich muss bei ihnen an einen Tarantino-Film denken.
Nach meinem ersten Eindruck hat Connolly eh einen Faible für schräge Charaktere. Mir gefällt sowas.
Außerdem verfährt er getreu der alten Regel: Wenn Du eine Nebenfigur nicht zu ausführlich beschreiben willst, sie aber trotzdem prägnant darstellen möchtest, schaffe einen Typen und überhöhe gewisse Eigenschaften/ Schrulligkeiten.
Z.B.: wenn der schüchterne Nebendarsteller lispelt oder stottert kann ich mir ‘ne Menge an Beschreibung sparen. Ok, das Beispiel ist etwas platt, aber so funktioniert es hatl.
Noch was ganz anderes:
In den 80ern/ 90ern war mal kurzzeitig der türkischstämmige in Frankfurt tätige Privatdetektiv Kemal Kayankaya sehr angesagt. Und das aus gutem Grunde. Die Vorbilder des Autoren Jakob Arjouni waren Chandler und Hammet. Das merkt man. Die Krimis waren wunderbar undeutsch (wie alle guten deutschen Krimis), und somit sehr, sehr lesenswert.
Um so trauriger ist, dass der Autor Jakob Arjouni jetzt im Alter von 48 Jahren an Krebs gestorben ist.