Folge 206 – Fitness für Autoren

Warum ist  es für einen Autor wichtig, sich fit zu halten? Sowohl geistig als auch körperlich. Und wie schafft man das im harten Schreiballtag?

28 Gedanken zu “Folge 206 – Fitness für Autoren

  1. Es gab so viele schöne neue Themen, die hier vorgeschlagen wurden.

    Wenn man mit dem Fahrrad zur Schule fährt, anstatt das Auto zu benutzen, bewegt man sich ja auch, also braucht man nicht extra Sport zu machen.

  2. Schreiben ist eine eher einsame Tätigkeit, drum denke ich, dass Laufen und dabei Hörbücher hören vielleicht nicht der ideale Ausgleich ist.

    Nichts gegen Hörbücher hören. Ich höre jeden Tag Hörbücher: auf dem Weg zur Arbeit, auf dem Heimweg und auch beim Einkaufen.

    Ich denke aber, dass man sich als Ausgleich fürs kreative Arbeiten, einen Sport suchen sollte, den man in der Gemeinschaft macht. Vielleicht Mannschaftssport oder auch Kampfkunst.

    • Hi,

      Mannschaftssport ist natürlich klasse! Marcus und ich haben früher Vollkontaktbasketball gespielt (Okay, es sollte Basketball sein), aber das machen meine Knochen nicht mehr mit. Leute abstechen (ich habe früher gefochten), das könnte es bringen! 😉

    • Ich spiele ja eigentlich gern Basketball. Komme ich nur im Moment nicht zu. Leider. Aber ich muss darüber hinaus sagen, dass ich einen sozial sehr fordernden Job habe. Ich bin ehrlich gesagt über jede Minute froh, die ich mit meiner Familie oder in Einsamkeit verbringen kann.

  3. Die Liegestützte von Dan Brown finde ich gar nicht so verkehrt. Sollte ich auch mal probieren, man muss sich ja nicht gleich komplett verausgaben.

    Ein Kollege hatte letztens eine Studie gelesen, dass man sich im Büroalltag jede Stunde mal kurz auspowern soll, um das Herz zu stärken. Das wäre viel besser als zwei/drei Mal die Woche ins Fitnessstudio zu gehen. Dafür hat er ein Springseil auf dem Tisch liegen, dass wir jetzt alle ab und zu mal benutzen.

    Jede Stunde schaffe ich aber nicht.

  4. Hallo zusammen,

    das Thema Fitness halte ich auch für sehr wichtig. Bewegung ist ja auch sehr gut für das Gehirn.
    Zu viel Bewegung kann aber auch schädlich sein. Umso mehr freut es mich, dass durch die Verwendung von Bild-im-Bild die Videos jetzt wieder sehr viel ruhiger wirken. 😉

    Gruß
    Sascha

      • Sorry, war ein spontaner Einfall. Ich will auch noch nicht versprechen, dass das so bleibt. Das Schneiden ist nämlich ein wenig „tricky“ und ich muss mal sehen, wie es mit etwas mehr Erfahrung läuft. Ihr wisst ja, unsere Maxime ist es, einmal in der Woche – jede Woche! – zu erscheinen, d. h. das muss „zacki!“ laufen 🙂

  5. Hey Ihr Zwei,

    ich fand die Folge klasse. Axels Gesicht war der Hammer beim Thema Kaffee 🙂
    Herrlich!

    Bleibt bloß so amüsant, wie ihr seid, das macht doppelt Spaß.

    Ach mensch, was würde ich gerne mit Euch nen Kaffee/Tee/ Kakao (für mich bitte den Kakao 😉 ) trinken gehen um zu plaudern.

    Also, solltets ihr jemals Urlaub / Recherchetour, was auch immer in OWL machen im schönen Kreis Lippe, um das Detmolder Residenzschloss, die Externsteine, das LWL Freichlichtmuseum oder die Erlebnisgradierwerke in Bad Salzuflen zu besuchen, dann gebt mir sofort bescheid. Ich kündige alle Termine für einen Kaffee / Kakao mit Euch 🙂

    Liebe Grüße
    Nicole

    • Hey Nicole,

      wenn du es nach Berlin schaffst, lade ich dich in mein Schreib-McCafé ein 🙂 Ansonsten sind Marcus und ich bestimmt auf der Frankfurter Buchmesse 2016. Und Marcus ist vorher in Leipzig, soweit ich weiß.

    • Vielleicht schaffst du es ja nach Leipzig, Nicole? Dann trinken wir da einen Kakao. Da steige ich dann ausnahmsweise gerne mal um 😉

      Stimmt nicht, bin ein großer Kakao-Fan. Mist. Jetzt habe ich Lust auf ’nen Kakao. Wo kriege ich den um 5:43 Uhr nur her?

  6. Das war mal wieder eine Folge!

    Mein Ausgleich ist das Klavierspiel, weil man – auch wenn es hier ebenfalls um Tasten geht – kreativ ist und trotzdem vom Schreiben abgelenkt. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass mich das Spielen ungemein inspiriert.
    Auch als Pausenbeschäftigung bietet sich das an. Ein Stück und zurück an die anderen Tasten…

    @Marcus: Ich bewundere ja deine Disziplin morgens um 4 Uhr aufzustehen. Erlaubst du die indiskrete Frage, wann du denn dann ins Bett gehst und ob du einen Mittagsschlaf brauchst 😉 ?

    Danke für die Folge und beste Grüße
    von Martin

  7. Etwas vom Wichtigsten für Menschen, die viel am Rechner sitzen: Nackenübungen

    Wer viel am Schreibtisch sitzt (oder auch Leute, die mal einen Sturz hatten, Schleudertrauma etc.), hat grundsätzlich einen verspannten Nacken. Beim Arbeiten am Computer kriegt man die typische Kopfvorhaltung (Kopf ist auch beim Lockeren stehen von der Seite gesehen leicht vorgeschoben; könnt ihr selbst testen: die Ohren sollten im lockeren Stand auf derselben Höhe wie die Schultern sein). Oftmals äussern sich Nackenprobleme gar nicht am Nacken. Warum? Weil dort am wenigsten Gewicht drauf ist. Aber wenn dort oben was verschoben ist, drückt das nach unten und macht druck auf alle anderen Wirbel. Weil die Brust- und Lendenwirbel dann viel mehr Gewicht tragen müssen, äussern sich oftmals dann dort erste Beschwerden (Hexenschuss, Ischias, Skoliosen, Buckel und alle anderen Rückenprobleme).

    Die Sache ist die: Wenn die inneren Nackenmuskeln verspannt sind, dann verschieben sie sich irgendwann leicht oder stark. Und da durch jedes Loch an den Wirbelfortsätzen (die knöchrigen Dinger, die vom Wirbel nach aussen abgehen) die Arterie durchgeht, die das Hirn durchblutet und ebenso alle Hirnnerven, werden Arterien wie Hirnnerven komprimiert. Ist wie ein Schlauch, durch welchen das Wasser nicht mehr richtig durchfliessen kann. Das führt zu einer Liste von Symptomen, die man fast nicht alle aufzählen kann. Aber schon alleine eine verminderte Hirndurchblutung ist ja schon mal nichts Gutes, weder fürs Schreiben noch sonst was. Nun gibt es noch einen Arterienring im Hirn drin, der eine solche Minderdurchblutung abmildern/ausgleichen kann (Circulus willisi). Das funktioniert sehr gut, solange kein Stress da ist. Ist man aber gestresst, zieht sich dieser Circulus Willisi zusammen und kann die verminderte Durchblutung nicht mehr regulieren. Und dann kommen die Symptome. Manche haben dann Kopfschmerzen, Schlafprobleme, Verdauungsprobleme, Muskelschmerzen, sind nervös, unruhig und fühlen sich generell nicht mehr so fit. Wenn es dann ganz schlimm wird, können auch psychische oder neurologische Probleme hinzukommen: Demenz, Konzentrationsstörungen, Stimmungsschwankungen etc., da all diese Dinge ja auch vom Hirn aus gesteuert werden. Das Hirn hält dann nur noch die wichtigsten Überlebensfunktionen aufrecht. Klar, das ist dann der Extremfall, was bei den meisten nicht zutrifft.

    Also daher ein wichtiger Tipp für Autoren und andere Vielsitzende:
    Isotonische Nackenmuskeln stärken. Dafür gerade sitzen oder stehen, Kopf gerade (und immer gerade lassen). Hände hinter den Kopf und leichtes Doppelkinn machen und für ein paar Sekunden nach hinten drücken (aber wie gesagt, Kopf immer gerade lassen). Dasselbe links und rechts. Die Hand seitlich an den Kopf und reindrücken, und andere Seite.
    Auch wichtig: Dehnen ist gut, aber nur sanft, denn eine Überdehnung mildert die Stabilität der Halswirbelsäule. Wenn da dann keine Muskeln sind, geht er Schuss nach hinten los.
    Wenn Wirbel tatsächlich verschoben sind und viele Jahre oder Jahrzehnte nicht gerichtet wurden, sollte man dies therapeutisch angehen. Das lohnt sich echt, denn ohne eine gute Hirndurchblutung geht irgendwann gar nix mehr.

    Und jetzt noch zum Kaffee (ja sorry, Marcus…): Kaffee regt den Sympathicus an, der Teil des vegetativen Nervensystems, der für Wachheit, Durchblutung der peripheren Muskeln, Weitung der Lungenbläschen, Kampf-und-Flucht-Bereitschaft etc. zuständig ist. Eine Stimulation des Sympathicus ist zwar gut, wenn du im Wald einem Tiger gegenüberstehst. Die Hirnfunktion nimmt ab, die Muskeln machen sich bereit zur Flucht.
    Nun, Kaffee ist aber hinterlistig. Der Kaffeegenuss regt tatsächlich die Hirnfunktion an und macht fit, aber der Übergenuss stimuliert den Sympathicus, was nach einer Weile genau Gegenteil von dem bewirkt, was der Kaffee verspricht.
    Und wenn der Sympathicus zu lange überaktiviert ist, dann kann sich der Körper nicht mehr regenerieren. Der Parasympathicus, sein Gegenspieler, hat dann nämlich Pause und kann nicht wirken. Dieser wäre zuständig für eine gute Verdauung, Regeneration aller Organe und Gewebe und einen guten Schlaf. Wenn der Parasympathicus nun verdrängt wird, kommen irgendwann die berühmten Krankheiten wie zu hoher Blutdruck, Herzinfarkt, schlechtes Immunsystem, schlechte Verdauung etc. Das ist ein Rattenschwanz, der nicht mehr aufhört.
    Ich sag das nicht, weil ich ein Kaffeegegener bin. Ich bin auch ein Koffein-Junkie, hab aber auf 2 Tassen täglich reduziert. Da wird das Kaffeetrinken dann halt zu einem zweimaligen Ritual, das guttut, aber nicht schadet.

    Liebe Grüsse,
    Nicole

    • Hui, Nicole. Danke für den ausführlichen Beitrag.

      Hast du irgendwo mal ein Video zu den Nackenübungen? Das würde mich interessieren.

      Ich behaupte auch nicht, dass mein Kaffeekonsum megagesund ist und empfehle ihn auch nicht zur Nachahmung. Aber ich sag’s mal so: Ich ernähre mich mehr oder weniger gesund, rauche nicht, trinke keinen Alkohol, nehme keine Drogen, treibe regelmäßig Sport, lebe monogam, gehe früh schlafen … Irgendwo muss man auch mal auf die Kacke hauen.

      • Hier eine Übung für die Nackenflexoren:
        https://youtu.be/G-9x7Ja2Kek

        Und hier ein Video, wo die isotonischen Übungen gemacht werden (die mit dem in den Kopf drücken, ohne den Kopf zu bewegen):
        https://youtu.be/msB2RqEoL48
        etwa ab Minute 2 des Videos

        Ja, versteh ich doch wegen dem Kaffee. Konnts mir nur nicht verkneifen. Ist halt mein Job, die Leute zur Gesundheit zu ermuntern 🙂 Verzeih mir also den erhobenen Zeigefinger. Auf 6 Tassen täglich würde auch schon nützen. Oder zwischendurch mal einen Espresso anstelle eines Kaffees.
        Ich kann es aber wirklich nachvollziehen. Hab früher viel geraucht, und als ich damit aufgehört habe, war der Kaffee mein „gesünderes“ Laster geworden (irgend ein französischer Dichter sagte mal: die Summe aller Laster bleibt gleich 🙂 )

        Viel Spass bei den Übungen!

        • Danke für die Links.

          Was machst du denn beruflich?

          Tatsächlich habe ich übrigens schon meinen Kaffeekonsum im Vergleich zu dem Zeitpunkt des Videos reduziert. Vor allem trinke ich nachmittags wenn überhaupt nur entkoffeinierten Kaffee. Die Sorgen um meine Gesundheit sind also nicht so ganz begründet. 🙂

          • Super Neuigkeiten!
            Weiter so…

            Ich war zehn Jahre lang in der Kommunikation tätig und habe Pressetexte wie auch Online-Artikel im Gesundheitsbereich geschrieben. Aktuell bin ich körpertherapeutisch tätig (chiropraktische und osteopathische Techniken sowie Akupressur) und biete auch Hypnotherapie an.

            Lg, Nicole

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