Folge 265 – Warum ist mir in der Mitte immer so langweilig?

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15 Gedanken zu “Folge 265 – Warum ist mir in der Mitte immer so langweilig?

  1. Tolle Folge! Gerade das mit dem Klappentext. Gute Tipps. Jetzt mag ich Mitten.

    Zu Psycho passt auch Der Weiße Hai – mir fällt immer Der Weiße Hai ein. Da hab ich früher schon immer ab der Mitte gedacht: Ist gar kein Horrorfilm mehr, sondern ein Abenteuerfilm. Drei Männer fahren raus aufs weite Meer. Seeräuber-Musik. Etc.

    Ach, und toll ist auch, dass man in der Mitte irgendwie oft auch Orte und Personen besuchen kann, die man am Schluss nicht nochmal aufzugreifen braucht. So eine Art Ausflug woandershin, ehe das Ende den Anfang wieder aufgreift.

    Und schließlich ist „Star Wars – Das Imperium Schlägt Zurück“ eine richtig tolle Mitte!

  2. Hallo ihr zwei,

    das war eine aufschlussreiche Folge für mich, weil ich mir ehrlich gesagt über die Mitte noch nie so richtig Gedanken gemacht habe – trotz meiner Kapitel-Gliederung. Insofern ist hier eine Überprüfung der Mitte jetzt noch viel leichter als wenn ich hinterher merke, dass sie Käse ist :). Danke dafür!

    Lieber Axel, nach wie vor finde ich es etwas anstrengend, wenn du Marucs das, was er sagen möchte, vorwegnimmst und ihn unterbrichst. Das mag für euch beide vielleicht nicht störend sein, weil ihr euch ja kennt und ich mache das bei Freunden bestimmt auch. Zum Zuhören ist es nervig und unterbricht vor allem immer wieder Gedankengänge.

    Ich persönlich finde z.B. minimalistiche Schreibbedingungen wahnsinnig spannend, also wenige Protagonisten, nur ein Ort usw. Die Herausforderung, durch spannende Beschreibungen den Leser wirklich mitzunehmen und in eine Situation oder an einen Ort zu versetzen, ohne dass es um Leichen oder etwas Gruseliges geht, finde ich unglaublich schwierig. So etwas wäre ja eventuell für die Mitte auch mal eine Möglichkeit.

    • Ja, die Mitte ist etwas, was oft in der eigenen Planung zu kurz kommt. Und sie sollte auf jeden Fall mehr sein, als nur der Text, der vor dem supertollem Ende kommt. Ich werde versuchen, Marcus nicht mehr zu unterbrechen – garantiere aber für nichts 😉 Ich bin mir nicht sicher, ob der minimalistische Ansatz in einem Buch funktioniert. Ich weiß, was du meinst, kenne das aber eher aus Theater und Film. Und beide Medien funktionieren nun einmal anders als ein Roman. Kennst du ein Buch, das so aufgebaut ist? Mir will im Moment nichts einfallen. Hm … Ganz liebe Grüße und dir noch eine schöne Woche, Axel 🙂

      • Lieber Axel,

        ich kenne nur das Buch „Raum“ von Emma Donoghue, in dem der Anfang in einem Raum spielt (wurde auch verfilmt). Allerdings ist hier mal wieder ein schönes Beispiel für die Beschreibung bei Amazon – des Buches – und meiner Idee. Ich dachte erst wirklich, dass das Buch nahezu komplett in „Raum“ spielt, was anscheinend nicht so ist. Ic hhabe mir gerade erst den Filmtrailer angesehen und bei dem Buch bin ich über die Hörprobe nicht hinausgekommen, weil ich den Söprecher schlecht und die Sprache des angblich 5-jährigen Jungen unglaubwürdig fand.

        Ich würde dieses „nur an einem Ort“ wirklich gerne versuchen, aber dazu muss ich sowohl im Thema Dialoge als auch im Thema Beschreibungen richtig fit sein.

        Ein anderes Beispiel fällt mir leider gerade auch nicht ein.

        Dir und euch einen schönen

        • Das Paket von Fitzek ist ein Buch, das hauptsächlich an einem Ort spielt. Und Das Mädchen von King spielt nur im Wald und hat im Prinzip nur das Mädchen als Hauptfigur. Ursula Poznanskis Saeculum hat zwar eine Handvoll Figuren, spielt aber auch fast nur an einem Ort. Arno Strobels Rachespielt hat auch nur eine Handvoll Leute als Figuren und spielt an einem Ort … Es gibt zahlreiche, wirklich spannende Beispiele.

          • „Das Mädchen“ klingt interessant. Das werde ich mal lesen. Danke für die Beispiele 🙂

      • Nun ja, ich bin ein Discoverywriter. Wenn ich den Anfang habe, greife ich meist auf das Ende vor, weil ich dafür eine szenische Idee habe, und dann kommt die Mitte. Oder ich habe eine Idee für etwas, was alles in der Mitte verändert.
        Das ist aber nicht immer so.

  3. Vielen Dank für diese wunderbar unterhaltsame und auch aufschlussreiche Folge. Eigentlich ist der Inhalt ja etwas, das man eigentlich wissen „müsste“. Und trotzdem gehört es zu den Dingen, die man erst gesagt bekommen muss, damit es einem bewusst wird.

    Ich habe bei mir auch vor kurzem festgestellt, dass die Mitte noch ein ziemliches Problem in meinem Plot darstellt – und dabei bin ich noch gar nicht dabei die Rohfassung zu schreiben. Wahrscheinlich hätte ich mir einiges an Kopfzerbrechen sparen können, wenn ich diese Folge früher entdeckt hätte, doch so hat sie meine Vermutungen bestätigt und mir einiges für die Zukunft klargemacht. Ich habe meine Mitte Gefühlsmäßig ans Ende des zweiten Drittels gehängt. Kein Wunder, dass mir schon beim Plotten langweilig wurde.
    Aber jetzt kann ich mich endlich den anderen Hürden in meinem Projekt widmen. 🙂

    Macht weiter so.

    • Anfang, Mitte und Ende sind halt wirklich zentrale Punkte im Plot, die man sehr, sehr gründlich planen und bearbeiten muss. Der Anfang verführt den Leser dazu, in die Geschichte einzutauchen. Die Mitte hält ihn bei der Stange und das Ende entlässt ihn mit einem guten Gefühl und der Vorfreude auf das nächste Buch.

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