Folge 270 – Lohnen sich Kurzgeschichten und Novellen?

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13 Gedanken zu “Folge 270 – Lohnen sich Kurzgeschichten und Novellen?

  1. Bei Science Fiction und Fantasy halte den Aufwand für eine Kurzgeschichte sehr groß, weil man erst die Welt entwickeln muss.
    Es gibt aber auch Kurzgeschichtenbände, die sich gut verkauft haben, man denke nur an „Wir haben Raketen geangelt“. Meistens kommen diese Autoren aus der Slam-Poetrie-Szene.

    Ich mag die „Darf es ein bisschen mehr sein“-Denke auch nicht, weil viele Bücher profitieren können, wenn sie nicht so lang gestreckt sein müssen.

  2. Ich glaube Kurzgeschichten und Novellen haben einen neuen Markt entdeckt.Kennt ihr die tollen Seiten “MeinKopfKino“ eine tolle Seite für Geschichten die nur 1-3 Stunden gehen. Toller Einstieg für Autoren. Jedes Genre wird bedient.

    Und “booksnacks“ ist genial. Da gibt es nur KGs. Man liest eine Geschichte vor dem schlafengehen und legt sich mit einem Lächeln im Gesicht aufs Kopfkissen weil man das Ende kennt

  3. Ideal für Reisen, Bus, Bahn, für zwischendurch…

    Die Covers bei booksnacks sind richtig toll.

    Die KGs kosten einheitlich 1,49€ egal ob 1 oder 11 Seiten.

    Rein schauen lohnt sich 😉

  4. Ich finde es immer interessant: Manchmal beschäftige ich mich mit einer Sache und *zufällig* bringt ihr dann in genau dieser Woche eine Folge zu genau diesem Thema.
    Dieses Mal war es folgendermaßen: Ich hatte die Tage die Idee für eine „kleine“ Geschichte, *fühlte* aber irgendwie dass sich damit kein Roman stemmen lässt. Es wird aber auf jeden Fall auch keine 10-Seiten-Angelegenheit, schon deswegen, weil ich zwei Perspektiven darstellen möchte. Bin da aktuell am Planen und mal gespannt, was letztendlich daraus wird. Tatsächlich peile ich auch eine Schreibzeit von 3-4 Wochen an. Scheint sich ja *etwa* mit euren Erfahrungen zu decken.
    Ich war mir unsicher, wie ich das nennen soll. „Erzählung“? „Novelle“? Mal schauen.

    Kurzgeschichten schreibe ich auch immer wieder ganz gerne, über das letzte Jahr verteilt waren es sechs Stück. Eine davon für einen Wettbewerb (hab auch nicht gewonnen 😉 und eine davon, um auszutesten, ob ich eine Geschichte in einer von einem Kumpel erfundenen Welt schreiben kann. (Ja, es war möglich ;))

    Mir ist bewusst, dass die „Wortgrenzen“ fließend sind, aber was würdet ihr als ungefähren Richtwert für die Länge von Texten heranziehen: Bis 20 Seiten -> Kurzgeschichte. 20-100 -> Novelle. Ab 100 -> Roman?
    Auf die Länge zu reduzieren ergibt nur bedingt Sinn, da gerade Kurzgeschichten ja auch etwas anders funktionieren. Stichwort: Offenes Ende, oder „Pointe“ am Schluss.
    Irgendjemand sagte mal, dass Kurzgeschichten (wegen der dichten Prosa) auch eher wie Poesie funktionierten. Könnte sogar einer von euch in einer früheren Folge gewesen sein, weiß ich leider nicht mehr genau.

    Letztes Jahr habe ich „Die Mars-Chroniken“ von Ray Bradbury gelesen. Eine Kurzgeschichtensammlung, die nochmal – relativ lose – eine übergeordnete Geschichte über die Kolonisierung des Mars erzählt. Die einzelnen Storys lassen sich aber auch gut einzeln lesen. Interessant fand ich hier die Bandbreite der Themen.

    Noch eine kurze Frage an alle: Kennt jemand eine gute „Fantasy“-Kurzgeschichten-Sammlung? Mich würde mal interessieren, wie Autoren mit diesem – normalerweise doch eher textlastigen – Genre in kürzerer Form umgehen.
    (Bitte nix allzu Gruseliges ;))

    • Zu den Mars-Chroniken gab es übrigens eine TV-Serie. Ist aber schon laaange her. Fantasy-KG-Sammlungen? Ich habe früher die Sammlung mit den Grauer Mauser / Lankhmar Geschichten von Fritz Leiber geliebt (Sowrs & Sorcery) „Swords of Lankhmar“ gibts z. B. als E-Book. Die „Grenzen“ kann man natürlich eigentlich nicht an der Seitenzahl fest machen – aber da du gefragt hast: KG 1-20 Seiten. 20-100 Novelle. Aber das ist wirklich nur aus dem Bauch heraus. Eigentlich kommt es eher auf den Inhalt an.

  5. Musste ja fast lachen, als ich den Titel der aktuellen Folge gesehen habe. 😀 Ich beschäftige mich momentan im Rahmen einer Schreibwerkstatt sowieso ausführlich mit dem Thema Kurzgeschichten, auch wenn es da eher um das Verbessern des Schreibhandwerks geht, nicht um die Kurzgeschichten an sich.
    Ihr meintet, es würde sich eigentlich nur lohnen, wenn man Kurzgeschichten für Wettbewerbe schreibt. Was mich noch interessieren würde, auch in Bezug auf die letzte Folge mit der Bewerbung: meint ihr, es macht einen Unterschied, ob man bereits Kurzgeschichten in Anthalogien veröffentlich hat und damit schlicht und ergreifend schon Veröffentlichungen vorzuweisen hat, wenn man sich bei einem Verlag mit einem Roman bewirbt? Oder spielt das eher keine Rolle? (Wenn man einen Preis gewonnen hat, ist das natürlich ganz klar von Vorteil, aber es gibt ja auch Ausschreibungen, die keinen Preis verleihen, aber eben mit der Veröffentlichung an sich locken – und eben dem Honoraranteil, den man als einer von diesen Autoren bekommt)

    • Es ist immer ganz schwer zu sagen, ob es einen Unterschied bei einer Bewerbung mit einem Romanmanuskript beim Verlag macht, wenn man zuvor schon dieses oder jenes getan hat.

      Wenn ein Verlag dein Manuskript super findet und die Umstände stimmen, wird er es veröffentlichen. Wenn nicht, dann nicht. Nehmen wir an, ein Verlagsleiter ist von deinem Roman überzeugt, dann wird er nicht sagen: „Das Buch ist toll. Aber Sie haben noch keine Kurzgeschichten veröffentlicht. Also können wir sie leider nicht veröffentlichen.“

      Umgekehrt wird er, falls er den Roman doof findet, auch nicht sagen: „Tja, wissen Sie, Ihr Manuskript taugt nichts, aber, he, Sie haben schon eine Kurzgeschichte veröffentlicht. Dann nehme ich Sie doch unter Vertrag.“

      Es wird mit großer Wahrscheinlichkeit einer Bewerbung nicht schaden, wenn zuvor Kurzgeschichten veröffentlicht worden sind. Ob es hilft, weiß ich nicht.

      Aaaaaaber: Unter Umständen lernt man beim Veröffentlichen der Kurzgeschichte Leute kennen, die Leute kennen, die Leute kennen, die bei einem Verlag arbeiten. Oder einem Lektor gefällt die Geschichte und er fragt, ob es denn dazu nicht auch einen Roman gibt oder so.

      Das ist nicht unbedingt wahrscheinlich, aber doch möglich.

      Wie die Leute an einen Verlagsvertrag mit ihrem Romanmanuskript kommen, ist höchst unterschiedlich. Bestimmt gibt es Autoren, die über Kurzgeschichten ihre Karriere angestoßen haben. Gerade im 20. Jahrhundert war das in den Staaten ein ziemlich gängiger Weg. Heute kenne ich wenige Autoren, die über Kurzgeschichten groß geworden sind.

      Meine ganz persönliche Meinung zu dem Thema: Wenn ich Kurzgeschichtenautor werden will, sollte ich Kurzgeschichten schreiben. Will ich Romanautor werden, sollte ich Romane schreiben.

      Die Zeit zum Schreiben ist – zumindest bei mir – sehr knapp. Wie bereits im Video gesagt – so eine Kurzgeschichte kostet sehr viel Schreibzeit. Im Zweifel investiere ich sie lieber darin, an einem neuen Romanmanuskript zu arbeiten.

  6. Ich finde das Thema auch extrem spannend aber wirft bei mir noch weitere Fragen auf:
    Wie kann man die Kurzgeschichte und Novelle in Systeme (Heldenreise, 7-Punkte…, …) zwängen? Sind alle Systeme hier anwendbar?
    Aus eigener Erfahrung kann ich noch hinzufügen, dass sich nach wie vor Erotik-Kurzgeschichten sehr gut verkaufen lassen. Ich glaube hier besteht auch noch ein richtiger Markt.

    • Ja, zumindest ich plane Kurzgeschichten auch mit dem 7-Punkte-System. Auch die Heldenreise kann durchaus funktionieren, allerdings in einer sehr, sehr abgespeckten Fassung, da ja wirklich wenig Platz ist.

      Das hängt aber auch ein bisschen davon ab, was man schreiben will. Eine Kurzgeschichte im Hemingway’schen Stil braucht so eine Struktur vielleicht nicht, bzw. hat wirklich zu wenig Platz, um sie zu entwickeln. Bei einer Fantasy-Kurzgeschichte kann das aber schon klappen.

      Ja, Erotik ist ein ziemliches Ausnahmegenre, in so ziemlich jeder Beziehung.

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