Folge 274 – Geistesblitze beim Schreiben

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13 Gedanken zu “Folge 274 – Geistesblitze beim Schreiben

  1. Ich beschränke mich bei der Vorbereitung nur auf die Figuren, bin kein Outliner. Ich suche aber auch nach passenden Anekdoten.
    Ich wähle aber aus, welche Ideen ich für den Roman brauchen kann, damit der Roman einen eigenen Charakter erhält. Ideen müssen irgendwie zum Roman passen und die sind nicht so einfach zu finden.

    • Stimmt. Marcus und ich denken auch schon lange darüber nach, wenigstens eine Folge über Discovery Writer zu machen. Bisher hat es uns aber an der Zeit gefehlt, da wir uns dafür kompetente Verstärkung suchen wollen / müssen und es immer schwierig ist, einen Termin zu finden. Ganz liebe Grüße, Axel 🙂

      • Vielleicht reicht es auch, wenn ihr immer bedenkt, dass man auch anders ans Ziel kommen kann als über Planung.

        Schade, dass ihr Crime und Co verändert habt. Ich habe nicht jede Folge gehört, weil ich kaum Krimis lese.

  2. Hallo Axel und Markus,
    habt ihr euch bewusst dazu entschieden, keine Podcast-Version mehr online zu stellen? Ich fände das hochgradig schade, denn ihr versüßt mir damit in der Regel meinen rush-hour-stau-geplagten Arbeitsweg.
    Liebe Grüße
    Ben

  3. Wie Discovery-Schreiber das machen?
    Es fängt schon damit an, dass man als entdeckender Schreiber ja gar nicht in Teufels Küche kommt, wenn man Geistesblitzen nachgeht, weil man sich ja keine Plots und Figuren minutiös zurechtgelegt hat, von denen man dann ABWEICHEN muss. Für mich sind die Geistesblitze beim Schreiben die eigentliche Geschichte, zu der ich vordringe. Wenn man so vorgeht – zumndest bei mir ist es so – und die freie, intuitive Art zulässt, dann passen die Geistesblitze plötzlich zusammen. Einfach loslassen, und der Kreis schließt sich. Es wächst etwas.

    Dabei kommen natürlich völlig andere Texte und Bücher bei raus. Ich denke nur, es ist falsch anzunehmen, mit zunehmender Erfahrung bewege man sich aufs Planen zu, oder umgekehrt. Das tun Planer, die mal dachten, sie seien Entdecker (vice versa).
    Ich bin ganz ganz sicher, dass beide Wege für die verschiedenen Typen total klasse funktionieren. Sonst würde es nicht so riesige, tolle Bücher und Buchreihen von planenden Schreibern geben.

    Aber nur bitte nichts verallgemeinern oder sich entmutigen lassen, wenn man der andere Typ ist.

    • Wie gesagt, Marcus und ich kennen uns ja mit dem „Entdeckenden Schreiben“ nicht so aus, aber kommt es da nicht auch vor, dass man plötzlich denkt, „Mist, hätte ich vor fünf Kapiteln das und das gemacht“? Und wie geht man dann damit um?

      • Früher kam das bei mir öfter vor. Beim aktuellen Buch, mal sehen. Ich hab es mir zur Regel gemacht, nicht mehr über den Roman zu grübeln, wenn ich nicht schreibe. Lustigerweise kommen mir dann nämlich ständig so „laute“ Ideen in den Kopf geschwirrt, die ich aber nachher alle in der Regel nicht benutzen kann oder will. Entweder, weil ich sie nicht sofort in Text verwandeln kann, wie beim Schreiben, sodass sie alt werden und ihre Kraft verlieren. Oder weil sie nicht zu dem passen, was mein Unterbewusstsein im Schreibprozess tut. Ich glaube, es geht um Konzentration. Die „leise“ Stimme, die ich beim Schreiben höre, ist ziemlich konzentriert und ziemlich leise. Sodass ich manchmal gar nicht weiß, was ich schreiben soll, bis ich den Stift aufs Blatt setze.

        Also, dieses Nachdenken abends im Bett über das Buch, wie du es in der Folge kurz beschreibst, Axel – ich mache das mittlerweile nicht mehr. Weil ich genau weiß: Meine Intuition ist klüger als ich. Und wenn ich der Intuition vertraue, dann will ich das auch zu 100% tun. Und da ich jeden Tag (oder sagen wir mind. jeden 2. Tag) schreibe, weiß ich auch, dass der Hinterkopf auch morgen wieder fröhlich rattern wird. Dann kriege ich schon eine andere Idee. Hauptsache Text!

        Außerdem muss es schon eine ziemlich gute Idee sein, wenn ich dafür zurückgehe und etwas im 5. Kapitel bereue. Da frage ich mich dann – wenn sie so gut ist, wieso ist sie mir nicht beim Schreiben im 5. Kapitel gekommen?
        Bei meiner Art, zu arbeiten, muss, wenn ich über das 5. Kapitel hinaus bin, auch sowieso schon genug andere coole Sachen drinhaben. Sonst hätte ich nämlich schon aufgehört zu schreiben und eine Kurzgeschichte daraus gemacht. Also, warum nicht die andere Idee für was Neues benutzen?
        In der Natur gibts alles im Überfluss, wenn man sie lässt. Auch Ideen.

        Und nochmal zum entdeckenden Schreiben: Man macht ja quasi die Scheunentore auf und lässt alle Ideen zu, die sich beim Schreiben gut anfühlen. Ich glaube, dass sich dabei meine Ideen selbstständig aussortieren. Wenn ich während der ersten 100 Seiten schon die ganze Zeit schreiben durfte, was ich wollte (wirklich, wie im Kindergarten oder so: Man darf alles spielen und sich als alles verkleiden etc.), dann kommt es selten vor, dass ich denke: Mist, Kapitel 5! Eher habe ich Kapitel, die mir sehr gefallen, und welche, die mir gefallen, ohne was Besonderes zu sein. Aber das ist ok so, denke ich. Man „spielt“ ja quasi im Kindergarten auch nichts, was einem keinen Spaß macht.

        Da ich kein Planer bin, aber früher oft geplant habe, ist es mir häufig passiert, dass ich das Manuskript wie ein starres Korsett empfunden habe. Und da kommt der Zweifler in mir auf die Idee: Was, wenn das jetzt alles murks ist?

        Für mich bringt es mehr, einfach zu schreiben, als den ganzen Tag Romane und Plots zu planen, die ich nie schreiben werde.

        • Nachtrag: Wie das Leben so spielt (jedenfalls meins), hab ich mich nach einer Woche exzessivem Planlos-drauflos wieder meinem ursprünglichen Plan zugewandt. Anstrengendes Hin und her, und das nicht zum ersten Mal. Neues Ziel für mein Schreiben: Die Mitte finden. 😉

  4. Hi zusammen,
    Erstmal schön dass es euch und diesen Podcast gibt. Das hilft den Fokus aufrecht zu erhalten und der ein oder andere wirklich gute Tipp ist auch dabei!
    Ich habe da eine Frage, die mich beschäftigt und auch irgendwie zu diesem Thema passt – ab wann macht es Sinn sich gedanklich und ggf. auch schon schriftlich mit einem neuen Roman zu befassen?
    Nach dem ersten Entwurf, vor der Überarbeitung? Oder erst wenn das Manuskript vollständig überarbeitet wurde und fertig ist?
    Und mehrteilige romame, in einem durch schreiben? Oder tut Abwechslung auch mal gut?

    Hörw gern von euch,

    Beste Grüße

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