Folge 276 – Selfpublishing: ja oder nein?

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38 Gedanken zu “Folge 276 – Selfpublishing: ja oder nein?

  1. Als Selfpublisher mit fast 1500 Verkäufen in sechs Monaten, kann ich mich durchaus und in aller Bescheidenheit, schon zu den erfolgreicheren Autoren zählen. Dennoch warte ich immer noch darauf, auch in einem Verlag veröffentlichen zu können. Warum? Wegen des Renomees natürlich und der Hoffnung, dann einfach noch mehr verkaufen zu können.
    Allerdings habt ihr dann die »vernetztheit« der SF-Fans erwähnt. Einen Fakt, über den ich bis dahin noch gar nicht nachgedacht habe, jetzt aber bedenkenlos unterschreiben würde. Nur WEIL ich mir über Facebook eine kleine Fan-Gemeinde geschaffen habe, verkauft sich meine Romanreihe so gut.
    Und dennoch hört es sich einfach gut an, wenn man in seine Vita schreiben könnte: »Hat im ATLANTIS-Verlag veröffentlicht.«

      • Muss ich ein bisschen relativieren. Ich schreibe an einer Romanheftserie (STERNENRECH-Rebellen des Imperiums) mit 70-100 Seiten Umfang, die seit März monatlich erscheint. Da von Büchern zu reden, ist von mir natürlich etwas hoch gegriffen.Von den exakt 1451 verkauften, entfallen alleine darauf 931. Etwas mehr als die Hälfte davon, wurde über KindleUnlimited gelesen. Da gibt es aktuell etwa 38ct je Buch. Nur für den Fall, dass jemand glaubt man könnte damit Reich werden.

    • Nun ja, im Prinzip hat Midnight ja von mir SF veröffentlicht. Darum geht es nicht.

      Ich kann nicht für Axel sprechen, aber mir juckt es nach »Lelana« einfach in den Fingern, einen ganzen Roman selbst herauszugeben.

    • Es juckt mir echt in den Fingern, mal SF zu schreiben. Einer meiner kommenden Romane geht ein wenig in Richtung Chrichton. Warum nicht bei Midnight? Am Verlagsteam liegt es bestimmt nicht, die sind super!!! Nein, ich kenne einfach zu viele Selfpublisher, um nicht auch einmal den Weg gehen zu wollen. Ich fummel mich gerne in neue Dinge ein 🙂

  2. Guten Morgen liebe Schreibdilettanten,

    ich bin jetzt etwa bei der Hälfte meines Manuskripts angekommen und merke so langsam, dass ich mehr und mehr die Vorteile des schnellen Schreibens des ersten Entwurfs, die ihr hier schon häufig gepredigt habt, nachvollziehen kann. Nichtsdestotrotz bin ich trotz Planung im Schreiben selbst noch recht langsam. Habt ihr irgendwelche Tipps, wie man das schnelle Schreiben des ersten Entwurfs auch umsetzen kann? Oder sagt ihr dazu eher, üben, üben, üben?

    Freue mich auf die Antwort und so oder so – wie immer – auf eure nächste Folge 🙂

    LG und einen Guten Wochenstart,
    Tobias

    • Vielleicht bist du kein Schnellschreiber.
      Nachteile des Schnellschreibens: Man behält weniger im Gedächtnis, was man geschrieben hat, weil das zu viel auf einmal ist. Wichtig ist ja, dass man Eckpunkte und wichtige Details parat hat, um im Kopf damit zu spielen.

          • Ich erinnere mich nicht an jedes Wort, aber an vieles. Wenn man zuviel vergisst, kann man sich überlegen, ob man die Szenen nicht verbessern muss, weil sie zu wenig prägnant sind.

          • Das kann natürlich der Fall sein. Aber ich gerade beim Thriller kommt es ja auf Details an. Und die kann – zumindest ich – mir einfach über einen längeren Zeitraum nicht merken.

            Das wird ja später beim Überarbeiten dann noch verrückter, wenn ich dann auch noch die verschiedenen Versionen im Kopf behalten muss. Gelingt mir auch nie. Ich bringe die dann immer durcheinander.

          • Stehen die wichtigsten Details nicht im Stufendiagramm?
            Wie soll sich der Leser die wichtigste Details merken, wenn der Autor es schon nicht kann.

          • Weil Leser in der Regel nicht Monate zwischen den einzelnen Kapitel verstreichen lassen und nicht verschiedene Versionen im Kopf haben müssen.

          • Häufig vergesse ich auch nicht, was schon vorgekommen ist, sondern was noch nicht vorgekommen ist. Durch das Planen habe ich ja schon die ganze Geschichte, Vorgeschichte, evtl. wie es weitergeht, unterschiedliche Alternativen, … im Kopf. Da ist es zumindest für mich schwierig, zu behalten, was bisher vorgekommen ist und wofür ich mich letztendlich entschieden habe, wenn ich zu langsam schreibe. Dabei sind es oft auch Kleinigkeiten, die nicht im Stufendiagramm, aber trotzdem vielleicht relevant sind.

    • Schreibst du denn wirklich langsam oder kommt es dir nur so vor? Mehr als 900 Wörter die Stunde packe ich kaum. Ich kenne aber auch Autoren (Ich hasse Euch! ;-)), die locker mehr als das Doppelte schaffen. In meinen ersten Jahren war ich oft froh, wenn es 100 Wörter / Stunde waren.

      • Hm, also wenn es gut läuft, werden es vielleicht 500 Wörter pro Stunde. Und da ich gerade mit gewaltiger Vorsicht auf den NaNoWriMo schiele …, denke ich schon im Juni, hilfe, wie soll ich über 1600 Wörter am Tag schaffen, und das auch noch so viele Tage 😀 Aber bei dir höre ich raus, dass du für Übung plädierst?

          • Ok merci, dann schau ich mal weiter, wie es läuft. Vielleicht melde ich mich Mitte November noch mal schreiend 🙂 LG

  3. Hallo zusammen,

    habe ich das richtig verstanden, dass ich, über Dinge wie z.B. Lesungen oder andere Formen der Werbung bei einem Verlag nicht selbst entscheiden kann? Würde das dann auch bedeuten, dass ich z.B. als Neuling, der das Glück hätte, bei einem Verlag unterzukommen, auch besser vorher keine FB-Seite als Autorin habe? Inwieweit ist es hilfreich oder eben nicht, im Vorfeld schon eine eigene Seite (egal, ob FB oder anders) zu haben?

    Danke für eure Hilfe!

    • Das ist noch ein wenig anders: Also, bei echter Werbung hast du (praktisch) kein Mitspracherecht (Cover, Anzeigen …). Was auch gut ist, weil wir Autoren nicht wirklich Ahnung davon haben. Allerdings: Viele Verlage wünschen, dass Autoren darüber hinaus aktiv werden (eigene Webpräsenz, Soziale Medien …). Also: Lesungen sind okay – soweit ich weiß. FB-Seite ist definitiv okay.

      • Ok verstehe, vielen Dank!

        Ich bin mir halt nach wie vor unschlüssig…habt ihr mal eine konkrete Gegenüberstellung gemacht, was man pro Buch verdienen würde? Also angenommen, man verkauft 5.000 Bücher, einmal im Selfpublishing und einmal beim Verlag, jeweils für ein Taschenbuch für z.B. 10 EUR und für ein eBook von 099 EUR?

        Im Grunde bekomme ich ja bei einem Verlag erst nach „Aufbrauchen“ des Vorschusses Tantiemen ausbezahlt, wenn ich es richtig verstanden habe. Ihr habt das alles sehr ausführlich beschrieben und ich entnehme für mich daraus, dass, auch wenn ich mir durchauszutraue, Titel und Cover selbst zu gestalten, ich doch zu faul für intensive und regelmäßige Werbe-Aktivitäten bin. Ich bin sehr kreativ, wenn ich es nicht oder nur eingeschränkt MUSS. Also denke ich, dass der Verlag für ich der richtige Weg ist. Es sei denn, SP würde mir einen klaren finanziellen Vorteil bieten, und das sehe ich nicht.

        • Diese Fragen sind alle nicht so einfach und eindeutig zu beantworten. Es hängt alles davon ab, bei welchem Verlag oder welcher E-Book-Plattform du veröffentlichst. Buchmargen sind quasi wie Handytarife: schwer vergleichbar.

          Wenn du exklusiv bei Amazon veröffentlichst, bekommst du zum Beispiel von Amazon mehr Anteile ausgezahlt, als wenn du auf mehreren Plattformen gleichzeitig veröffentlichst.

          Vorschüsse gibt es meines Wissens nach nicht immer bei Verlagen. Das hängt vom einzelnen Vertrag ab. Und wie hoch der ausfällt, hängt am Ende vom Verhandlungsgeschick deines Agenten ab.

          Werbung musst du heutzutage als Mid- oder Low-List-Autor immer machen. Und selbst High-List-Autoren wie Fitzen, Strobel oder Dorn zum Beispiel machen auch noch zusätzlich zur Verlagswerbung eine Menge Marketing in den sozialen Medien. Ich fürchte, darum kommt heutzutage keiner mehr so richtig drum rum.

          • Ja, da hast du sicher Recht.

            Ein wichtiger Punkt ist vielleicht auh – ich kenne m ich da nicht so aus -, ob und wie schnell sich Lesevorlieben der Kunden ändern. Denn über die Verlagssuche bis zur Veröffentlichung vergeht sicher deutlich mehr Zeit als beim Selfpublishing, und vielleicht hat sich dann mein seinerzeit brandaktuelles Thema schon verflüchtigt.

          • Blöd formuliert mit dem „brandaktuell“. Ich meinte einfach, dass es ja auch sein kann, dass heute z.B. jeder Vampirgeschichten lesen will und in einem Jahr keiner mehr Bock darauf hat. Ich weiß nicht, ob es für bestimmte Themen oder Genres Prognosen gibt, aber so in die Richtung meinte ich das.

    • Es ist auch nicht unbedingt so, dass du als Autorin gar kein Mitspracherecht hast. Aber das letzte Wort hat halt nun einmal auf jeden Fall der Verlag. Das muss man akzeptieren, wenn man einen Vertrag unterschreibt … oder den Vertrag so aushandeln, dass das nicht so ist. Könnte aber schwierig werden.

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