Folge 276 – Selfpublishing: ja oder nein?

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29 Gedanken zu “Folge 276 – Selfpublishing: ja oder nein?

  1. Als Selfpublisher mit fast 1500 Verkäufen in sechs Monaten, kann ich mich durchaus und in aller Bescheidenheit, schon zu den erfolgreicheren Autoren zählen. Dennoch warte ich immer noch darauf, auch in einem Verlag veröffentlichen zu können. Warum? Wegen des Renomees natürlich und der Hoffnung, dann einfach noch mehr verkaufen zu können.
    Allerdings habt ihr dann die »vernetztheit« der SF-Fans erwähnt. Einen Fakt, über den ich bis dahin noch gar nicht nachgedacht habe, jetzt aber bedenkenlos unterschreiben würde. Nur WEIL ich mir über Facebook eine kleine Fan-Gemeinde geschaffen habe, verkauft sich meine Romanreihe so gut.
    Und dennoch hört es sich einfach gut an, wenn man in seine Vita schreiben könnte: »Hat im ATLANTIS-Verlag veröffentlicht.«

      • Muss ich ein bisschen relativieren. Ich schreibe an einer Romanheftserie (STERNENRECH-Rebellen des Imperiums) mit 70-100 Seiten Umfang, die seit März monatlich erscheint. Da von Büchern zu reden, ist von mir natürlich etwas hoch gegriffen.Von den exakt 1451 verkauften, entfallen alleine darauf 931. Etwas mehr als die Hälfte davon, wurde über KindleUnlimited gelesen. Da gibt es aktuell etwa 38ct je Buch. Nur für den Fall, dass jemand glaubt man könnte damit Reich werden.

    • Nun ja, im Prinzip hat Midnight ja von mir SF veröffentlicht. Darum geht es nicht.

      Ich kann nicht für Axel sprechen, aber mir juckt es nach »Lelana« einfach in den Fingern, einen ganzen Roman selbst herauszugeben.

    • Es juckt mir echt in den Fingern, mal SF zu schreiben. Einer meiner kommenden Romane geht ein wenig in Richtung Chrichton. Warum nicht bei Midnight? Am Verlagsteam liegt es bestimmt nicht, die sind super!!! Nein, ich kenne einfach zu viele Selfpublisher, um nicht auch einmal den Weg gehen zu wollen. Ich fummel mich gerne in neue Dinge ein 🙂

  2. Guten Morgen liebe Schreibdilettanten,

    ich bin jetzt etwa bei der Hälfte meines Manuskripts angekommen und merke so langsam, dass ich mehr und mehr die Vorteile des schnellen Schreibens des ersten Entwurfs, die ihr hier schon häufig gepredigt habt, nachvollziehen kann. Nichtsdestotrotz bin ich trotz Planung im Schreiben selbst noch recht langsam. Habt ihr irgendwelche Tipps, wie man das schnelle Schreiben des ersten Entwurfs auch umsetzen kann? Oder sagt ihr dazu eher, üben, üben, üben?

    Freue mich auf die Antwort und so oder so – wie immer – auf eure nächste Folge 🙂

    LG und einen Guten Wochenstart,
    Tobias

    • Vielleicht bist du kein Schnellschreiber.
      Nachteile des Schnellschreibens: Man behält weniger im Gedächtnis, was man geschrieben hat, weil das zu viel auf einmal ist. Wichtig ist ja, dass man Eckpunkte und wichtige Details parat hat, um im Kopf damit zu spielen.

          • Ich erinnere mich nicht an jedes Wort, aber an vieles. Wenn man zuviel vergisst, kann man sich überlegen, ob man die Szenen nicht verbessern muss, weil sie zu wenig prägnant sind.

          • Das kann natürlich der Fall sein. Aber ich gerade beim Thriller kommt es ja auf Details an. Und die kann – zumindest ich – mir einfach über einen längeren Zeitraum nicht merken.

            Das wird ja später beim Überarbeiten dann noch verrückter, wenn ich dann auch noch die verschiedenen Versionen im Kopf behalten muss. Gelingt mir auch nie. Ich bringe die dann immer durcheinander.

          • Stehen die wichtigsten Details nicht im Stufendiagramm?
            Wie soll sich der Leser die wichtigste Details merken, wenn der Autor es schon nicht kann.

          • Weil Leser in der Regel nicht Monate zwischen den einzelnen Kapitel verstreichen lassen und nicht verschiedene Versionen im Kopf haben müssen.

          • Häufig vergesse ich auch nicht, was schon vorgekommen ist, sondern was noch nicht vorgekommen ist. Durch das Planen habe ich ja schon die ganze Geschichte, Vorgeschichte, evtl. wie es weitergeht, unterschiedliche Alternativen, … im Kopf. Da ist es zumindest für mich schwierig, zu behalten, was bisher vorgekommen ist und wofür ich mich letztendlich entschieden habe, wenn ich zu langsam schreibe. Dabei sind es oft auch Kleinigkeiten, die nicht im Stufendiagramm, aber trotzdem vielleicht relevant sind.

    • Schreibst du denn wirklich langsam oder kommt es dir nur so vor? Mehr als 900 Wörter die Stunde packe ich kaum. Ich kenne aber auch Autoren (Ich hasse Euch! ;-)), die locker mehr als das Doppelte schaffen. In meinen ersten Jahren war ich oft froh, wenn es 100 Wörter / Stunde waren.

      • Hm, also wenn es gut läuft, werden es vielleicht 500 Wörter pro Stunde. Und da ich gerade mit gewaltiger Vorsicht auf den NaNoWriMo schiele …, denke ich schon im Juni, hilfe, wie soll ich über 1600 Wörter am Tag schaffen, und das auch noch so viele Tage 😀 Aber bei dir höre ich raus, dass du für Übung plädierst?

          • Ok merci, dann schau ich mal weiter, wie es läuft. Vielleicht melde ich mich Mitte November noch mal schreiend 🙂 LG

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