Folge 281 – Prime Reading und Perspektiven für Autoren

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6 Gedanken zu “Folge 281 – Prime Reading und Perspektiven für Autoren

  1. Ich wäre kritischer mit Primereading, weil es durch die Flat-Rate-Strategie die Preise für alle Autoren versaut. Der Pauschalpreis kann die Arbeit nicht angemessen wiedergeben. Für nichts oder für einen geringen Pauschalpreis die Arbeit eines langen Zeitraums einfach herzuschenken, nur um sichtbar zu werden, halte ich für kein gutes Argument. Meistens ist es ja so, dass ein Buch alle übrigen Titel quersubventioniert, weil das eine Buch aus welchen Gründen besonders gut gelungen ist. Es gibt viele One-Hit-Wonder selbst in der Buchbranche.

    • Ich will Prime Reading und Amazon nicht verteidigen: Aber was genau bedeutet es, dass Preise für Autoren versaut werden und dass die Arbeit eines Autors angemessen wiedergegeben werden soll?

      Wenn ich danach gehe, darf ich kein Buch schreiben oder veröffentlichen. Mir ist klar, dass die unzähligen Stunden, die ich ins Manuskript stecke, sich finanziell nicht lohnen werden. Der Stundenlohn liegt – auch ohne Prime Reading – bei den meisten Autoren im Centbereich.

      Das ist nur bei sehr, sehr wenigen Autoren anders.

    • Deine Argumentation stimmt so nicht ganz: Für die teilnehmenden Autoren dürfte das finanziell nicht ganz uninteressant sein. Immerhin handelt es sich um „alte“ Romane, d. h. monatlich werden die nicht mehr viel bringen.

  2. Es versaut das Preisempfinden der Leser, man kann alles, was man haben will, man muss dafür nur einen kleinen Obolus zahlen. Amazon ist ein gewinnorientiertes Unternehmen, keine öffentlich-rechtliche Bibliothek.
    Bei einer Pauschale will ich die Arbeit abgegolten wissen. Wenn ich ins Risiko gehe, was jeder Autor macht, will ich auch vom Gewinn profitieren. Risiko bedeutet auch, dass die Rechnung nicht aufgeht, deshalb schrieb ich, dass bei vielen Autoren ein Buch die andere Arbeit subventioniert.

    • Die Autoren, die Amazon angesprochen hat, sind – soweit ich es sehe – schon eine Weile im Geschäft. Und hinreichend erfahren. D. h. sie wissen sehr gut, was ihr teilnehmender Roman (es sind ja alles ältere Titel) zurzeit bringt und ob sich das Angebot lohnt.

    • Ob Amazon Prime Reading das Preisempfinden der Leser so sehr beeinflusst, weiß ich nicht. Bücher wurden schon immer auf die eine oder andere Weise verramscht. Auch in den Buchhandlungen, Kaufhäusern und sogar Supermärkten gibt es Grabbeltische, auf denen Bücher zu Sonderpreisen angeboten werden. Selbst Verlage stellen Sammelbände zusammen oder geben „Urlaubseditionen“ usw. ihrer Bücher heraus, die dann spottbillig sind.

      Ein Roman erscheint ja häufig erst als Hardcover für ca. 25 Euro, dann irgendwann als Taschenbuch für meinetwegen 12,50, später bei Erfolg als Sommerspezial für 6 Euro, landet auf dem Wühltisch für 2,50 und kann dann irgendwann für 25 Cent auf dem Flohmarkt gefunden werden.

      Das ist halt so und hat bisher das „Preisempfinden“ der Kunden ja auch nicht beeinflusst. Hardcover finden trotzdem ihre Käufer usw. Jedes Preissegment spricht einfach andere Kunden an. Mich hat zum Beispiel noch nie eine Flatrat begeistern können, dafür war ich noch nie der Hardcover-Enthusiast.

      Bücher sind einfach in meinen Augen prinzipiell viel zu billig und die Autoren werden am Ende in der Regel zu wenig am Gewinn beteiligt. Das gilt aber ganz unabhängig von Flatrats, Prime Reading und ähnlichen Veranstaltungen.

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