Folge 287 – Wo kommen unsere Ideen her?

 

7 Gedanken zu “Folge 287 – Wo kommen unsere Ideen her?

  1. Hi ihr zwei,

    früher dachte ich mir, eine Liste mit zu verfassen wäre eine gute Idee. Heute lasse ich das sein. Denn obwohl ich wirklich alt werden möchte, reichen selbst unter optimistischsten Annahmen die mir verbleibenden Jahre nicht aus um diese Liste auch nur ansatzweise abzuarbeiten.

    Eine Frage beschäftigt mich, seit ich die Folge gehört und die Bücher im Hintergrund von Marcus‘ Kameraausschnitt gesehen habe: Wieviele „Ideen“ oder „Grundplots“ gibt es? Siehe „20 Master Plots“

    BTW: Was stehen da sonst noch für Bücher bei Marcus im Hintergrund? Die beiden „Heute schon geschrieben“ Bücher habe ich erkannt, sonst kann ich nicht lesen was da noch steht.

    Meine letzte Idee hat fast 9 Jahre vor sich hingegart, bis ich endlich damit angefangen habe, sie in die Tasten zu hacken. Dank einer Verfeinerung/Anpassung des 7-Punkte Systems gelang es mir endlich, den Stoff aus dem Kopf zu lassen.

    @Axel: 2 Jahre? Meinst du damit die Zeit von Scrivener Projekt anlegen bis Veröffentlichung oder die gesamte „Denkzeit“?

    Ideen Micromanagement -> Brainstorming mit Mindmap? Oder gibt es noch andere Methoden die sich für euch bewährt oder nicht bewährt haben?

    Ich habe mehrere Polizisten in der Nachbarschaft, da kann ich vielleicht aus 1. Hand erfahren wie man am besten jemanden um die Ecke bringt. Oder ist das noch schlechter als im Starbucks den ersten Passanten anzuquatschen? 😉 Ich stelle mir das grade vor und wie derjenige sich dann umschaut um die Kamera zu suchen. 😀

    Übrigens: Ab ca. 11:15 ist das Bild schwarz … und ab 18:06 ist das „Bild“ dann wieder da. Ansonsten sehe ich euch immer öfter, anstatt nur zu hören. Finde ich irgendwie … besser.

    LG
    Marc

    • Hey, Marc,

      wie viele „Master Plots“ es nun gibt – darüber streiten sich die Geister. Aber das Buch kann ich zumindest empfehlen.

      Clustering mag ich gerne. Ist im Prinzip so was Ähnliches wie Mindmapping, nur noch ein bisschen feiner und systematischer.

      Ja, das Problem mit dem Video hat der fleißige Axel inzwischen behoben.

  2. Gewöhnliche Ideen sind wirklich billig, aber gute sind teuer, weil die selten sind. Selbst wenn man sich von Romeo und Julia inspirieren lassen will, muss man eine Idee haben, was daran neu sein soll und warum es für die heutigen Leser interessant sein soll. Ich bin mir fast sicher, die schwule Variante gibt es schon.
    Das eigene Frühstück halte ich für eher uninteressant.

    Logisch denken reicht an sich nicht aus, denn man will ja auch überraschen, beides muss man kombinieren.

  3. Ich denke, die überwältigend neue, innovative Idee für einen Plot gibt es nicht bei der Masse Bücher die schon geschrieben wurden und ich denke, die Vorstellung, man müsse sich da jetzt was total innovatives einfallen lassen ist irreführend.

    Eine Idee wäre es zB über den Plot des Antagonisten einzusteigen. Wenn man einen glaubhaften und effektiven Antagonisten mit entsprechenden Zielen hat der aktiv wird kann man doch die Vereitelungsaktivitäten des Protagonisten und seiner Mitstreiter und der anderen konstruktiven, destruktiven und ambivalenten Mitspieler daran entsprechend gestalten.

    Ich sehe bei den Büchern die ich so lese (und häufig auch angelesen wieder weglege) nicht so sehr das Problem in den Plots an sich sondern darin, dass ich erstens die Protagonisten nicht besonders interessant finde, zweitens der Schreibstil wenig Atmosphäre aufkommen lässt, drittens die Antagonisten schwach/stereotyp/uninteressant sind und viertens, zu wenige auftretende Charaktere moralisch „grau“ sind bzw zu viele davon entweder nur gut oder nur böse sind.

    Wenn man einen cast mit vielen ambivalenten Charakteren, einen interessanten, gut geschriebenen Hauptcharakter und einen Glaubhaften Bösewicht mit einer guten, komplexen Agenda hat und der Schreibstil schön und ansprechend zu lesen ist, dann ist meiner Meinung nach die halbe Miete erwirtschaftet und der eigentliche Plot darf in groben Zügen erprobten Strukturen folgen.

    Ich hätte übrigens einen Lektüretip urban fantasy, neuer, unbekannter Autor aus den USA und vermute mal eher unbekanntes Buch: Das wäre Powers von James A. Burton. Bin noch nicht durch, aber das ist seit langem das erste Fantasybuch wo ich nach 50 Seiten absolut begeistert bin. Habe wenig gelesen wo es der Autor so gut hinbekommt, einen interessanten „übernatürlichen“ Hauptcharakter einzuführen, und ohne auf Tempo zu machen alleine mit dem interessanten Szenario und der tollen Sprache die Atmosphäre zu halten und einen in die Geschichte zu ziehen.

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