Folge 298 – Lesetipps für die Vor-Adventszeit

6 Gedanken zu “Folge 298 – Lesetipps für die Vor-Adventszeit

  1. Falls es ein Tip für Fantasybücher sein darf, eine Entdeckung von mir im Jahr 2017 die wirklich aus der Masse hervorsticht:

    V. E. Schwab, Shades of Magic Trilogy, der dritte Band kam dieses Jahr raus. Ich habe es auf Englisch gelesen, ich muss sagen, ich habe keine Ahnung ob es das auch in Übersetzung gibt
    Ist quasi historisches Urban Fantasy, spielt zum Teil im London des frühen 19. Jhdts. In der Serie gibt es mehrere parallele Londons bzw Englands, die früher mal Verbindungen hatten, diese Pforten sind aber durch eine Katastrophe zusammengebrochen, und nur noch einige weniger Personen können von einem Universum zum anderen wechseln. In unserem Universum ist daraufhin die Magie ausgestorben und die anderen Versionen haben samt Magie sehr unterschiedliche Entwicklungen genommen. Es gibt allerdings im roten London eine Verschwörung die alle anderen bedroht.
    Ich mochte auf Anhieb alle Perspektivcharaktere, sie haben alle interessante persönliche Konflikte, sprachlich ist das ganze sehr routiniert und angenehm zu lesen, der Plot ist spannend und, was in dem Genre ja nicht so häufig zu finden ist, das Szenario ist originell. Ich finde es streckenweise düster, es finden sich auch relativ graphische Schilderungen von Gewalt, es strotzt aber nicht davor und ist in keiner Weise grimdark.

    https://www.goodreads.com/series/122142-shades-of-magic

    Noch eine Entdeckung 2017:

    Phillip McCutchan, Apprentice to the Sea

    Okay, das ist jetzt ein Nischengenre und auch ein älteres Buch, aber ich habe es dieses Jahr entdeckt und sehr gerne gelesen, weil es ein historischer Roman ist in dem eine Zeit beschrieben wird die ganz einfach mitsamt der Menschen die sie erlebt haben tot ist. Es geht um einen Jugendlichen der am Anfang des 20 Jhdt, als schon der erste Weltkrieg am Horizont heraufzieht auf einem Handelssegler als Lehrling anheuert und was er dort als totaler Neuling auf der Reise ums Kap Horn erlebt. Es gibt auch einen Mord an Bord, für die Leute, die eine Kriminalhandlung brauchen. Das Buch ist nicht lang, aber es bietet einen sympathischen Protagonisten und einen ziemlich authentischen Einblick in eine völlig andere Zeit. (Der Autor hatte einen Verwanten, der das noch erlebt hatte und ihm von seinen Abenteuern zur See erzählt hat)

  2. Schade, hätte gut angefangen, aber dann kam mir zuviel Fitzek. Da schalte ich immer sofort ab. Habe den Prolog von Passagier 23 gelesen (auf einer Kreuzfahrt), da wurde mir so schlecht und angst und bange vor einem Autor der so grausame Phantasien hat. Aber vielen scheint das ja zu gefallen. In diesem Sinne, viele Grüße

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