Folge 304 – Ist mein Manuskript zu schlecht, wenn es von Agenturen und Verlagen abgelehnt wird

7 Gedanken zu “Folge 304 – Ist mein Manuskript zu schlecht, wenn es von Agenturen und Verlagen abgelehnt wird

      • Ob es denn nicht längst schon gibt?

        Du musst nur eine Überschrift finden, unter dem man das alles vereinen kann. Es muss ja mehr sein als die Summe aller Teile, noch sind es drei Genres, alles zusammen muss zwingend wirken.

      • Also einen zu Zeiten des 30jährigen Krieges spielenden Horrorroman mit Westernthemen, das könnte ich mir ganz gut vorstellen.

        Gerade die Zeit der Reformation, mit der Hexenverfolgung und sonstigen religiösen Auswüchsen und Unruhen ist doch für dunklere Genres, evtl noch mit dem einen oder anderen übernatürlichen Element (an das die Leute damals ja geglaubt haben) geradezu gemacht.

        Und gibt es ja auch schon: Krabat. Wenn ich mir da jetzt einen Name der Rose vorstelle, wo das Böse nicht ein giftmischender Mönch ist sondern was echtes dämonisches, dann wären wir da schon ziemlich nah dran.

        Ein Mittelalterroman in dem die Hexen und der Pakt mit dem Teufel zur Abwechslung mal nicht nur paranoide Fantasie der Leute sind und ein einsamer reisender Inquisitor mit tragischem persönlichen Hintergrund, der den Kampf gegen das satatnische Böse, das er irgendwo in einem kleinen Kaff in der Provinz vorfindet aufnimmt wäre doch ganz reizvoll.

        Und sowas wäre, wenn gut geschrieben, bei den grossen Publikumsverlagen nicht anzubringen, nur weil es ungewöhlich ist?

        Hmm…

        Ich wünsche noch schöne Feiertage allerseits!

        • Ich vermute, dass historische (also im weiteren Sinne Storys, die im Mittelalter spielen) Romane zur Zeit prinzipiell nicht leicht an den Mann zu bringen sind. Der Markt scheint mir gesättigt zu sein. Ja, das Genre ist sehr erfolgreich, aber es wird halt eben von einigen sehr guten Autorinnen und Autoren auch schon sehr gut bedient. Und sooooo groß ist das Publikum hier halt leider auch nicht.

          Es dann mit einer Nische zu probieren, die sich innerhalb dieser (zugegebener Maßen sehr großen Nische) bewegt, halte ich für extrem schwierig.

          Aber das ist auch mehr oder weniger Spekulation von mir. Kann alles auch ganz anders sein. So intensiv habe ich mich mit dem Genre nicht beschäftigt.

          Einen Fehler, den man meiner Meinung nach nicht machen darf: »Es gibt doch den Namen der Rose. Der Roman ist so super erfolgreich. Also schreibe ich auch einen Mittelalter-Krimi im Kloster.«

          Es werden immer wieder Leuchtfeuer eines Genres herausgegriffen, um mit ihnen zu argumentieren, dass diese oder jene Idee doch sehr erfolgreich am Markt sein müsste.

          Nur weil sich die Tribute von Panem gut verkauft haben, heißt das nicht, dass ich jetzt eine Jugendbuch-Dystopie schreiben kann, und damit automatisch beim Publikumsverlag unterkomme.

          Kai Meyer feiert mit historischen Fantasy-Romanen regelmäßig große Erfolge. Aber das ist eben Kai Meyer.

          Sobald man mal wirklich in große Buchhandlungen guckt und sich anschaut, was halt in der Breite vertreten ist, sieht das Bild ganz anders aus. Daran ist zu erkennen, in welchen Bereichen die Verlage Slots für Veröffentlichungen freihaben. Einzelne Bestseller helfen da wenig weiter.

          Ist zumindest meine Meinung.

          • Mittelalter-Krimi im Kloster hätte etwas von Me-too, da braucht man auch schon eine Idee, was die Idee eigenständig macht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.