Folge 305 – Star Wars 8 für Autoren *** Spoiler! ***

21 Gedanken zu “Folge 305 – Star Wars 8 für Autoren *** Spoiler! ***

  1. Zur Abwechslung ist so ein Thema ganz amüsant.

    Die Trailer wurden wahrscheinlich nicht von Disney gemacht, sondern von eigenständigen Firmen, ich habe neulich einen interessanten Artikel dazu in der Süddeutschen Zeitung gelesen.

  2. Ich denke, um sich ein endgültiges Urteil zu bilden müsste man die Filme 7 und 8 hintereinander wegschauen, da sie ja zeitlich eine einzige Kontinuität bilden. Ich habe es nicht gemacht und vermute dass das ganze was an Rätseln aufgebaut und dann mit einem Fingerschnippen abgefrühstückt wird noch erheblich unstimmiger rüberkommt wenn man sie hintereinander schaut.

    Was mich gestört hat, Mary Sue Rey die mich einfach nach einer starken Einführung im ersten Film jetzt anödet, nutzlose romantische Sidequests, Plotlöcher durch die man einen Sternzerstörer durchfliegen könnte (die gestehe ich dem Genre durchaus zu, aber nicht in diesem Ausmaß, dass alles mögliche passiert nur weil 1837 Leute auf Seiten der Protagonisten und Antagonisten einfach strunzdoof und unprofessionell sind), Kylo, der spätpubertierende Bubi mit seinen Wutanfällen, den ich eigentlich einfach nur zum Therapeuten schicken wollen würde und den ich als evil overlord, Hauptantagonist, bedrohliche Figur oÄ ganz einfach nicht ernstnehmen kann, und dann der Hanebüchene Müll den sie mit Luke veranstaltet haben wo ich echt nur noch wütend und fassungslos war dass sich jemand sowas aus den Fingern saugt und damit jenseits von fanfiction.com Gehör findet.

    Zu alledem ist mir der Film zu klamauklastig, das war allerdings für mich auch bei den Prequels der Fall. Slapstick an allen Ecken und Enden und infantile Witze auf Kosten allen möglichen Figuren passen in Guardians of the Galaxy oder What they do in the Shadows, nicht in Star Wars. Und ich fand es auch in Thor-Ragnarok übertrieben, auch wenn mich der extrem gut unterhalten hat. Der Justice League scheint auch damit vollgestopft gewesen zu sein, hab ich mir nicht angetan. Blödsinniger Humor der sich epidemieartig in Actionfilmen ausbreitet geht mir mittlerweile total auf den Keks.

    Wenn bei mir die suspension of disbelief mal kaputt ist, dann ist es auch mit dem Unterhaltungswert dahin.

    • Ich habe mir Episode 7 noch eimal angeschaut, kurz bevor ich zum zweiten Mal in Episode 8 gegangen bin. Ich kann da keinen Bruch wahrnehmen, weder, was den Humor, noch die Mysterien angeht. Aber ich vermute, es spielt wirklich eine extrem große Rolle, mit welcher Erwartungshaltung man reingeht.

      Das gilt für mich auch für die Figuren. Rey hat sich von 7 zu 8 folgerichtig entwickelt, denke ich. Was hätte anders laufen sollen? Auch Kylo Ren wurde folgerichtig weiterentwickelt. Die romantischen Sidequests – ich vermute, du meinst Rose und Finn – haben mir extrem gut gefallen. Gerade die Szene, in der Rose Finn rettet, mit der Begründung, lieber das zu retten, was man liebt, als zu zerstören, was man fürchtet, fand ich absolut hervorragend und hat bei mir für Gänsehaut und feuchte Augen gesorgt. Sehr, sehr großer Moment.

      Auch und gerade Lukes Entwicklung finde ich super. Sie deutet sich ja schon in Episode 7 mit Lukes Mienenspiel an, als Rey ihm den Lightsaber überreichen will. Von daher kann auch diese eigentlich nicht vollkommen überraschend sein. Und ich finde es wirklich, wirklich gut, ihn als gefallenen Helden zu zeigen. Auch hier sehe ich eine Fortsetzung der Themen aus Episode 7, denn Han Solo war ja ebenfalls ein Schatten seiner selbst.

      • Ich will jetzt nicht lang und breit die einzelnen Themen noch einmal abräumen, aber Petras Kommentar zur „suspension of disbelief“ trifft es für mich auf den Kopf: Was taugt ein tragischer Held – wenn die Tragik durch Komik / Slapstick desselben Helden immer gleich wieder zum Teufel geschickt wird?

      • Dass Luke, der fest an einen Rest Licht in seinem SS-Sturmtruppenführer Sith Vater geglaubt und ihn erfolgreich auf die helle Seite zurückgeholt hat hingeht und seinen Neffen hinterrücks meucheln will weil er bei ihm dunkle Anteile wahrnimmt??? Und dann, als er das Schlamassel angerichtet hat, weil er mit der Aktion Ben komplett auf die dunkle Seite treibt kneift er den Schwanz ein und verkriecht sich in einem Loch aus Selbstmitleid und Gejammer dass die Jedi ja doch die Wurzel allen Übels sind?

        Ich hätte überhaupt nichts gegen einen gealterten Luke der sich enttäuscht und verbittert von der Macht abwendet und den Rest seines Lebens als Einsiedler verbringen will.
        Aber dafür will ich verdammt nochmal bessere Gründe haben als diesen lächerlichen out of character Nonsens.

        • So, wie ich das verstanden habe, verkriecht Luke sich nicht aus Selbstmitleid, sondern aus einem Gefühl der Verantwortung heraus. Ja, er hat bei Ben dramatisch versagt. Deswegen geht er davon aus, dass er mehr Schaden anrichtet als Gutes zu bewirken und zieht sich aus der Galaxis zurück. Seine Zweifel sind ja pathologisch, denn er bezieht sie nicht nur auf sich, sondern auf den gesamten Jedi-Orden. Mit anderen Worten: Er hat einfach eine tiefe Depression. Das erkennt man auch an dem Todeswunsch. Er ist auf Ahch-To, um zu sterben.

          Ich kann deinen Frust über die Entwicklung von Luke verstehen, allerdings nicht, dass dafür die Gründe fehlen. Vielleicht kann man den Autoren vorwerfen, dass die Begründungen oberflächlich sind, aber besonders tiefgehend waren diese bei Star Wars eigentlich noch nie. Star-Wars-Filme sind Abenteuer- und Actionfilme mit ein bisschen Charakterentwicklung und keine Charakterdramen mit ein bisschen Action und Abenteuer.

          Da liegt für mich ein bisschen eine Schwierigkeit in der Erwartungshaltung vieler Fans. Star Wars ist in gewisser Weise über sich hinausgewachsen. Die Erwartungen, die eine neuer Film bei der extrem großen und heterogenen Fanbase weckt, können allesamt nur sehr schwer erfüllt werden. Der eine will mehr Drama, der andere mehr Action, der nächste mehr Humor usw.

          • Wenn Luke tatsächlich eine so gebrochene Figur mit Todeswunsch und Depressionen sein soll, warum dann die Slapstickeinlagen? Was will uns der Regisseur damit sagen? Weiß er, was er tut? Ist es sinnvoll, die eigenen Bemühungen zu untergraben (Falls es wirklich seine Absicht ist, Luke als gebrochene Figur darzustellen). Ansonsten: „Rogue One“ hat gezeigt, dass Publikum und Kritiker für erwachsene SW-Filme reif sind. SW8 ist für mich ein Rückschritt. Schade. Aber die Porgs sind klasse.

          • Star Wars ist für Kids. Schon immer gewesen. Somit ist die Mischung aus Dramatik und Humor schon immer üblich gewesen und wird sich auch nicht ändern. Ich vermute, dass Disney da in Zukunft das Modell versuchen wird, mit den Anthology-Filmen eher zu experimentieren wie halt mit Rogue One, in den Saga-Filmen aber den traditionellen Stil zu wahren.

            Rogue One kam bei dem Publikum schlechter an als Episode 8. Die letzten Jedi ist wesentlich erfolgreicher.

            Ich habe mir gerade Rogue One noch einmal angesehen. Der Film ist nicht schlecht. Ich mag ihn wirklich. Aber er hat einige Dinge, die bei mir kein echtes Star-Wars-Gefühl aufkommen lassen. Ihm fehlt die Leichtigkeit. Wo halt andere Star-Wars-Filme Humor auf mehreren Ebenen haben, ist er eigentlich nur mit K2 sarkastisch. Es fehlt jeglicher Niedlichkeitsfaktor. Und ich finde es emotional unbefriedigend, dass am Ende alle tot sind. Von dem Problem, dass der Film zu viele Figuren aufweist, die für den Plot teilweise keinerlei Bedeutung haben, ganz zu schweigen.

            Und auch bei Rogue One gibt es einige vollkommen sinnlose Plotelemente.

          • Rogue One kam schlechter an? Okay, woran machst du das fest? Bei RT gibt es einen signifikanten Unterschied. Verkaufserlöse? Hm, ich hab für SW8 auch mehr als für Rogue One ausgegeben (Kinokarten waren teurer). Und ich gehe in jeden SW Film. Zumal ich vorher nicht weiß, wie gut oder schlecht er ist. Ja, der große Cast ist bei Rogue One ein Problem. Die Geschmäcker sind verschieden: Ich fand ihn emotional sehr befriedigend. Und ich habe lieber etwas mehr Tiefe als Leichtigkeit. Viele Fans scheinen derselben Meinung zu sein.

          • Ja, so wie es aussieht, wird Episode 8 finanziell wesentlich erfolgreicher sein, was nicht nur an höheren Preisen liegen kann (die mir zumindest nicht aufgefallen wären). Zumal Episode 8 auch wesentlich länger als Rogue One dauert, was wiederum bedeutet, dass er weniger an einem Abend gespielt werden kann. Wenn der China-Start heute für Episode 8 gut läuft, könnte er erfolgreicher als Episode 7 werden und damit zum erfolgreichsten Star-Wars-Film und einem der erfolgreichsten Filme schlechthin.

            Von deinen Sehgewohnheiten auf die der Masse an Zuschauern zu schließen, halte ich für gewagt. Wie gesagt, wenn der Erfolg eines Star-Wars-Films alleine davon abhängen würde, dass sich die Leute ihn ohnehin angucken, weil es halt Star Wars ist, dann müsste ja jeder Film ungefähr gleich erfolgreich sein. Sind sie aber nicht. Der Gelegenheitsgucker wird sich die Kritiken ansehen (und damit meine ich nicht jene von Nerd-Seiten wie Rotten Tomatoes, sondern jene aus der Tageszeitung etc.), wird auf die Mundpropaganda hören, was so der Bekanntenkreis sagt, und dann entscheiden. Die Breitenwirkung ist hier wichtig. Star Wars 8 scheint mit seiner Story also ein breites Spektrum an Zuschauern zufrieden zu stellen, dass über den Hardcore-Star-Wars-Fan hinausgeht. Das halte ich prinzipiell erst einmal für ein gutes Zeichen.

            Unabhängig vom finanziellen Erfolg ist Episode 8 halt einfach ein guter Film und ein grandioser Star-Wars-Film. Er wäre es auch, wenn er weniger finanziell erfolgreich wäre.

            Und am letzen Punkt unterscheiden wir uns halt: Ich ziehe Leichtigkeit der Tiefe vor – wenn Tiefe bedeutet, dass stets alles grausam, deprimierend und traurig ausgehen muss.

            Star Wars ist für mich eine große Bühne, die viele Subgenres zulässt. Ja, eine Geschichte wie Rogue One, mit viel Tragik, Sarkasmus und im Stil eine s Kriegsfilms, ist Star Wars. Aber ich fand’s doof, wenn jetzt alle Star-Wars-Filme so sein müssten wie Rogue One. Star Wars ist halt eben auch Leichtigkeit und Komik. Rogue One hat das Drama stärker betont. Episode 8 setzt seinen Schwerpunkt ein wenig mehr auf der Komik. Der nächste Film legt vielleicht mehr Wert auf Mystery oder was weiß ich. Das war in der Vergangenheit ja auch so. Wieso sollte nun unbedingt jeder Star-Wars-Film so düster und deprimierend wie Rogue One sein müssen? Das fänd ich bedauerlich.

            Abgesehen davon fällt es mir schwer, in Rogue One herausragend mehr Tiefe zu erkennen als in Episode 8. Wo genau entsteht die? Die vielen Figuren des Casts werden bestenfalls kurz angerissen. Lediglich Jyn und Cassina haben ein bisschen mehr Screentime. Und selbst das, was man über die beiden erfährt, bleibt recht oberflächlich. Wir wissen am Ende des Films auch nicht sehr viel mehr über sie als über beispielsweise Rey oder Fin. Sie erhalten allein dadurch mehr tiefe, dass sie auf die anderen Filme anspielen und wir uns Einiges zu ihnen noch dazu denken können, weil es nun einmal diese Verknüpfung mit Episode IV gibt.

            Somit steht Rogue One auf den Schultern von Riesen und hat als „Tie in“ da eine sehr komfortable Situation, die Episode 8, die sehr viel Neues etablieren muss, nun einmal leider nicht.

            Tiefe gehörte doch aber noch nie als einprägsames Merkmal zu Star Wars. Was wissen und erfahren wir denn über Han Solo oder Chewbacca in Episode IV? So gut wie nichts, was über eine Andeutung hier und einen Satz dort hinausgeht. Für das Genre vollkommen in Ordnung. Die Figuren leben durch ihre physische Präsens und wir lernen sie durch ihre Handlungen kennen. Die Tiefe entsteht doch erst im Nachhinein für die Hardcore-Fans durch die Auseinandersetzung mit unzähligen Comics, Romanen und anderen Zusatzmaterialien. Diese nun vom mittleren Teil einer Trilogie abzuverlangen halte ich für einen Anspruch, der in der Praxis nur sehr schwer umzusetzen ist, ohne den Rahmen des Genres zu sprengen.

      • Und der nächste unglaubwürdige Charakter ist Finn.

        Ein Sturmtruppsoldat der seine langjährige mentale Konditionierung überwindet, desertiert und sich dem Widerstand anschliesst.

        Man könnte meinen dass man da dann eine Beschädigte Persönlichkeit hat, der irgendwie versuchen muss in einer Welt ausserhalb eines faschistischen Militärs klarzukommen.

        Soweit genau der Typ Charakter den ich super interessant finde. Genau das was ich in einem Star Wars Film gut finde. Und was machen sie jetzt damit? Anpassungsprobleme mit seinem neuen Leben ausserhalb der Sturmtruppenkaserne hat er garkeine, innere Konflikte hat er anscheinend auch keine UND er wird für Klamauk, einen völlig sinnlosen Nebenplot und eine billige Romanze verbraten.

        Dann Rey und ihre Superfähigkeiten auf diversen Gebieten die ihr ohne jedes glaubhafte Training einfach irgendwie zufallen.

        Ich lese/schaue Bücher und Filme weil ich gerne Geschichten über interessante fiktive Leute mit interessanten Lebensgeschichten, glaubhaften Entwicklungen und inneren Konflikten etc konsumiere. Das was mir Disney hier präsentiert ist kurzweiliges Kabumm-Haha, das leider den Aspekt von glaubhaften Charakteren und ihren Lebensgeschichten völlig hinten runterfallen lässt.

        Der erste Teil war einfach bewusst als Abklatsch von A New Hope gedacht, okay, fand ich nicht prickelnd aber hat mich gut genug unterhalten, war 100% auf Sicherheit angelegt und hatte aber genug Potential für mehr später.
        Rogue One, da haben sie sich mit der Charakterentwicklung wirklich Mühe gegeben, das hat meiner Meinung nach eher an zu vielen Hauptcharakteren und noch ein paar anderen Problemchen gekrankt und ich persönlich schaue nicht gerne Filme in denen über längere Strecken rumgeballert wird, was in die Kategorie persönliche Präferenz gehört.
        Aber das was sie jetzt mit dem Film gemacht haben hat für mich den Vogel abgeschossen und ich habe ehrlich gesagt bei keinem der Charaktere irgendein Interesse zu sehen, wie es im nächsten Teil weitergeht.

        • Genau die Dinge, die du kritisierst, habe ich im Film wahrgenommen. Finn hat Anpassungsprobleme: Er will fliehen und die Gemeinschaft, die ihn aufgenommen hat, verlassen. Er ist verängstigt und orientierungslos. Anders würde ich das nicht von einem Menschen in seiner Situation erwarten. Dank Rose und Poe macht er eine Entwicklung durch, integriert sich im Laufe des Films in die Gemeinschaft des Widerstandes und findet Mut. Die Romanze finde ich nicht billig, sondern sogar für einen Action- und Abenteuerfilm herausragend tiefgründig. Rose ist ein erstaunlich vielschichtiger, weiser und ungewöhnlicher Charakter.

          Rey ist ausgesprochen machtsensitiv. Ähnlich wie Anakin. Wird denn die Macht erst durch Training entwickelt? Sie hat eine außergewöhnliche Begabung, der durch Training eine Form verliehen werden muss. Das ist für Begabungen ja durchaus nicht ungewöhnlich. Auch Luke betont das ja mehrfach, dass sie eine besonders starke Verbindung zur Macht hat.

          • Finn verängstigt? Okay … Ist mir nicht so aufgefallen. Ja, er geht nicht damit hausieren, dass er eine Sturmtruppe war, aber sonst … Was mich auch sehr, sehr stört: er scheint keine Probleme damit zu haben, ehemalige Kameraden abzuknallen. Hm. Der Film tut, als wenn er Moral in den Vordergrund stellt und Dinge hinterfragt – Waffenhandel – hat aber keine Probleme damit, Sturmtruppen im Dutzend zu meucheln. Oder wirklich als Menschen zu zeigen (ich denke da an den Fan-Film mit den Sturmtruppen im AT-AT – da wusste ein Regisseur, wie man mit dem Thema umgeht. Und Figuren Tiefe verleiht). Das Moralisieren erscheint mir somit nur vorgeschoben. Für die Kritiker halt (die das auch geliebt haben). Mich überzeugt das nicht. Schade.

          • Fin will zu Beginn fliehen. Damit wird auch sein Thema aus Episode 7 fortgesetzt. Von da an entwickelt er sich im Laufe des Films zum Helden.

            Die ehemaligen Kameraden haben auch keine Probleme, ihn abzuknallen. Er kämpft um sein Überleben. Das finde ich nachvollziehbar. Deinen Kritikpunkt kann ich nicht nachvollziehen. Im Film wird niemand gemeuchelt. Es wird eine Schlacht gezeigt. Auf beiden Seiten sterben viele Menschen. Ja, das ist kein Hauptthema das Films und wird nicht zelebriert wie in anderen Kriegsfilmen, wird aber so gehandhabt, wie in allen anderen Star Wars-Filmen auch (in Rogue One habe ich auch nicht in Erinnerung, dass auf das Schicksal einzelner Stormtrooper eingegangen wird).

            Und gerade die Beziehung zwischen Fin und Rose wird doch – für Star-Wars-Verhältnisse – extrem tief entwickelt. Da verstehe ich dir Kritik nicht.

          • Die ehemaligen Kameraden sind die Bösen. Wenn Fin keine Probleme hat, Menschen und ehemalige Kameraden zu töten, ist das … hm … mir gefällt das nicht. In Kriegsfilmen wird wenigstens so getan, als wären Kämpfe brutal und doof. SW8 inszeniert sie als Fun. Gefällt mir nicht.

          • Aber auch das gehört doch zum Genre. Schon immer. Stormtrooper werden in Episode VI doch haufenweise von den Ewoks gemeuchelt. Beim Angriff auf den zweiten Todesstern sterben Rebellen im Minutentakt.

            Und auch das ist eine Frage der Perspektive. Wo genau tötet denn Fin ehemalige Kameraden? Er kämpft um sein Überleben. Seine ehemaligen Kameraden wollen ihn qualvoll hinrichten. Eine Situation „Du-oder-ich“ auf Leben und Tod. Da kann man ihm schlecht vorwerfen, dass er sich wehrt. Und diese Szenen sind auch keineswegs humoristisch, sondern sehr dramatisch. Ja, insgesamt ist Episode 8 ein spaßiger Film. Aber er ist auch ein Film mit viel Dramatik. Das finde ich ja gerade so hervorragend, dass beides bedient wird, ohne am Ende eine wirklich düstere Geschichte zu sein.

    • Sehr interessant übrigens, dass Lucas offensichtlich selbst eine sehr ähnliche Entwicklung für Luke vorhergesehen hat:

      https://www.youtube.com/watch?v=l0dY0gPB_oU

      Ab ca. Minute 5 gucken. Oder alles. Ist insgesamt sehr interessant.

      Die neuen Filme sind offensichtlich nicht von Lucas so vorgesehen gewesen, wie sie nun ins Kino kommen, aber auch nicht vollkommen ohne Bezug zu dem, was er ursprünglich mal für Episode VII bis IX vorgesehen hat.

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