Wenn man Bücher schreiben will, kommt man nicht darum herum, auch Bücher zu lesen. In der Folge 31 der SchreibDilettanten beschäftigen wir uns deshalb damit, wie man als Autor das Lesen von Romanen so nutzt, dass man den größtmöglichen Nutzen daraus zieht.
Der Wochentipp: Der Podcast “Geeks Guide to the Galaxy”
Welche Romane haben Euch beim Schreiben besonders geholfen? Was lest ihr, um euch inspirieren zu lassen?

Vielen Dank für die vielen Buchtipps. Ich lese deutlich zu wenig, unter anderem auch, weil ich mich oft nicht entscheiden kann, was ich kaufen soll.
Echt? Seltsames Problem. Aber ich glaube, Axel und ich sind da auch seltsam gestrickt, da wir praktisch nur E-Books lesen.
Möglicherweise liegt es wirklich daran, dass man beim Kindle Leseproben bekommt. Ich liebäugle zwar mit dem Paperwhite, aber DRM und anderer Unsinn hält mich noch davon ab den Kauf (bei Erscheinen des Geräts in Deutschland) endgültig zu beschließen.
Hallo, Teo,
tja, sieht ja nicht so aus, als würde der Paperwhite in Deutschland erscheinen. Leider. Ich würde ja gerne wenigstens einen Blick drauf werfen. DRM ist natürlich ein Punkt, aber was soll ich sagen: 99% aller Bücher lese ich inzwischen genau ein mal. Früher war das anders, aber inzwischen fehlt mir die Zeit, ein Buch mehrfach zu lesen. Eines meiner Hauptargumente für einen E-Book Reader war auch, das meine Bücherregale aus allen Nähten platzen. Soll heißen, wenn ich dann irgendwann Schwierigkeiten mit dem DRM bekomme, z.B. weil Amazon den Bach runtergegangen ist – nun gut, dann kann ich die vor Jahren gekauften Bücher halt nicht mehr lesen. Ist nicht toll, aber an die Bücher, die ich aus Platzgründen in der Mülltonne versenkt habe, komme ich auch nicht mehr ran. Kann die Autoren und die Verlage auch gut verstehen: Sie möchten ihre Werke halt gerne verkaufen und nicht kopiert sehen. Würde mir an deren Stelle auch nicht anders gehen…
Was ich bisher über den Paperwhite gelesen habe, klang ganz gut. Ich denke, es wird, ähnlich wie beim Fire, nur eine Frage der Zeit sein, bis wir den hier auch kaufen dürfen. Die Verzögerung ist mir bei einem Unternehmen wie Amazon zwar etwas suspekt, aber die Hoffnung stirbt zu letzt!
Der Paperwhite kommt ganz sicher nach Deutschland. Ich vermute eher, dass Amazon noch zu viele Kindle Touch herumliegen hat und die hier noch verscheuern will und/oder die erste Generation Paperwhites erst einmal austesten will, bevor der in Good Old Germany eingeführt wird.
Das geht mir ganz genauso. DRM habe ich bisher nie bemerkt. Ich habe den Eindruck, dass Bücher von vielen als materielle Wertanlage gesehen werden. Für mich sind sie hauptsächlich Texte, die vor allem in meinem Kopf stattfinden. Sollte mir ein Buch so sehr gefallen, dass ich es in zehn Jahren noch einmal lesen will, wenn Amazon Pleite gegangen ist und ich meinen Kindle in die Tonne treten kann, dann unterstütze ich den betreffenden Autor gerne damit, dass ich mir sein Buch noch einmal kaufe – was ich übrigens bei gedruckten Büchern auch tue. Musste bei einigen Titeln feststellen, dass ich sie mir früher entweder auch nur ausgeliehen hatte oder inzwischen verliehen hatte und nie mehr wieder bekam. Als ich sie nun noch einmal lesen wollte, musste ich sie mir noch einmal kaufen. Bei im Schnitt fünf bis sieben Euro pro Buch finde ich das aber nicht dramatisch.
Hallo zusammen,
vielen Dank für den Podcast.
Der Tipp mit dem Kindle ist gut, ich liebe dieses Gerät, aber viele Bücher leihe ich mir jetzt in der Bücherei, da kann ich vor Ort ‘reinlesen und entscheiden, ob ich es mitnehmen will. Ich muss nicht alles zu Hause haben, was ich gelesen habe. Da steht schon genug, die Regale sind überfüllt. Ob ich davon etwas zweimal lese, ist fraglich. So viel Zeit habe ich gar nicht.
Drei Bücher von Juli Zeh habe ich gelesen, danach habe ich meine Schreibe unter die Lupe genommen und kritisch betrachtet. Ich habe natürlich noch mehr gelesen, das war nur ein Beispiel. Aber Juli Zeh hat einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Thema: show it, don’t tell.
Einer, der nicht liest, wird kaum auf die Idee kommen, ein Buch zu schreiben. Denn, von wem erwartet er, dass seine Bücher gelesen werden?
Lee Child: Ich werde mir mal welche ausleihen. Aber erst muss ich nach einem Spontankauf J. K. Rowling lesen.
Ich war zwar kein Harry-Potter-Fan, aber das Buch könnte was für mich sein. Ich werde es bald wissen.
Viele Grüße Vic
Hallo, Vic,
danke für deinen Kommentar. Tja, früher war ich regelmäßig in der Bücherei, inzwischen ist mir aber der Weg zu weit, muss ich zugeben. Hole mir halt beim Kindle eine Leserprobe, wenn ich nur mal kurz in ein Buch reinlesen will. Bin sehr gespannt, was du von dem Buch von Rowling hältst. Ich habe die HP Bücher gelesen, gerne, auch wenn ich nicht nachts in den Buchläden stand um das neuste Werk zu bekommen. Lee Child: Sein erstes Buch fand ich stilistisch wirklich originell, um nicht zu sagen grandios. Bin mir aber nicht sicher, ob das jedem Leser gefällt. Lee Child hatte wohl dieselben Bedenken, er ist ja dann in die 3. Person “umgeschwenkt”.
Guter Cast. Ich hab mir auch mal noch viele Tipps geholt. Ich les nicht gerne Ebooks, daher bin ich auch eher ein Blindkäufer. Ich finds eh merkwürdig, dass es keinen richtigen Podcast einfach über Buchempfehlungen gibt. O.o
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Wir geben uns ja schon die größte Mühe, viel zu empfehlen. Freut uns sehr, dass dir die Folge was gebracht hat. Wenn es noch Wünsche für Empfehlungen gibt (Genres, Autoren, Themengebiete …), dann her damit!
Ein simples Geheimniss ist ja schlicht bewusst zu lesen, darauf zu achten WIE geschrieben wird, wie beschrieben oder wie Figuren und Geschehen entwickelt werden.
Morgen, Kai,
ja, da hast du völlig Recht. Außerdem lohnt es sich, auch bei der Auswahl der Bücher ein wenig kritischer zu sein. Bei mir zum Beispiel ist die Zeit so knapp, dass ich meist nur noch Bücher lese, die mich auch beim Schreiben in irgendeiner Beziehung weiterbringen. D.h. vom Thema, der Perspektive oder der Sprache sollte es schon irgendwie “passen”.
Ja, sehr richtig. Wobei halt bewusstes Lesen alleine meiner Meinung nach nicht unbedingt ausreicht. Ich habe beispielsweise als Fingerübung mal ein paar Seiten Philip Kerr abgeschrieben. Da ist mir erst bewusst geworden, WIE gut der Mann schreibt. Man überliest selbst beim aufmerksamen Lesen doch eine Menge. Wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich einen Lesezirkel oder so gründen, in dem man auch die Bücher bespricht.