Folge 36 – Romananfänge

Wie fängt man an, einen Roman zu schreiben und wie sollte der Roman anfangen? Zwei wichtige Fragen, die man sich vor dem Schreiben seines Romanmanuskripts stellen sollte. Welche möglichen Antworten es darauf gibt, erfährst du in dieser Folge.

Wochentipp: iA-Writer

14 Gedanken zu “Folge 36 – Romananfänge

  1. Schöne folge mit Nebenwirkungen.
    Werke von DeMille und Eschbach sind bestellt.

    Ein Klassiker zum Thema Romananfang ist meiner Meinung nach Hemmingways „Der alte Mann und das Meer“ (Auch wenn es eher eine Novelle ist).
    Auf der ersten Seite wird der Protagonist eindringlich eingeführt, das Thema angerissen und Atmosphäre geschaffen.

      • Hier das erste Feedback: Den Eschbach habe ich hinter mich gebracht. Und ich bin begeistert. Der Roman ist klasse erzählt. Eschbach ist hier nicht der Stilist, bei dem man sich jeden Satz zwei mal mit Freuden durchliest, aber er präsentiert eine sehr gelungene „Gebrauchsprosa“. Was wiederum für das gewählte Genre angemessen ist. Atmosphäre, Timing stimmt alles. Vor allem der Erzählrhythmus, der Wechsel zwischen „schnellen“ und „langsamen“ Passagen ist gelungen.Die Story an sich kommt, obwohl doch sehr „phantastisch“ glaubwürdig rüber. Ich habe dieses Buch innerhalb weniger Tage, trotz knapper Lesezeit verschlungen.
        Für den angehenden Autoren zeigt der Roman eindrucksvoll, wie ein Werk aus der schwierigen Ich-Perspektive gelingen kann.

    • Habe jetzt von DeMille „Goldküste“ gelesen.
      Der Eindruck war zwiespältig. Timing/ Tempo und Spannungskurve stimmten für mich zum Teil überhaupt nicht.
      Die Charaktäre sind allerdings überwiegend schön gezeichnet und John Corey als lästernder Ich-Erzähler ist auch sehr gut.
      DeMille bekommt eine zweite Chance.

      • Halo, Kai,

        schon ein paar Tage her, dass ich diesen DeMille gelesen habe. Ja, die John Corey Reihe lese ich wirklich wegen des Helden. Ich muss sagen, es gibt wenig Bücher, bei denen ich regelmäßig beim Lesen in schallendes Gelächter ausbreche: Die John Corey Bücher gehören dazu. Leider (!) ist gerade das neueste Buch (Der Panther) ziemlich unerträglich, was die Handlung betrifft. Die Lässigkeit, mit der Unschuldige in den Tod geschickt werden, hat mich schon erschüttert – und ich bin da eigentlich nicht so zart besaitet. Allerdings: Man lernt, dass der Autor für ein ganz bestimmtes Publikum schreibt. DeMille kann nämlich auch anders: „Word of Honour“ – ein ganz anderes Buch über den Vietnam-Krieg. Mein Tipp: Schau mal in „Die Tochter des Generals“ rein. Das Buch fand ich damals sehr gut (allerdings kein John Corey Buch).

  2. Keine Ahnung, ob überhaupt noch jemand liest, wenn ich einen ganz alten Podcast kommentiere – aber das muss ich doch loswerden. Ich hatte diese Folge vor dem Nano nochmal gehört (es geht ja nichts über einen schönen Novembereinstieg, dachte ich mir) und direkt danach war ich beruflich in Berlin und mein Hotel lag direkt neben dem Café Kranzler! Ich habe dann meinen Kollegen versucht zu erklären, warum ich das gerade so spannend finde und da einen Erdbeerkuchen essen will – bin aber nur auf mangelndes Verständnis gestoßen.
    Achso – das Wesentliche am Schluß: Dank eures Podcasts weiß ich jetzt immerhin ganz genau, das mein Nano-Anfang noch einer äußerst umfangreichen Überarbeitung bedarf und ich habe eine Idee davon, was alles noch nicht gut genug ist.

    • Hey, Kirsten!

      Wir lesen alles! Deine Anekdote hat mich zum Schmunzeln gebracht. Vielen Dank, dass du uns noch Feedback gibst. Es freut uns immer wieder davon zu lesen, wenn einer unserer Podcasts für unsere Hörer auch einen ganz praktischen Wert hat.

      Viel Erfolg im NaNoWriMo. Sind wir schon Writing Buddies?

    • Schreiben im Hotel?

      Hatte nur einmal die Gelegenheit, das auszuprobieren und das war total produktiv. Zum Glück gab es da aber keinen leckeren Erdbeerkuchen, sonst wäre ich wohl nicht zum Schreiben gekommen. Ein Lob für deine Disziplin 😉 (Übrigens: Das Kranzler ist ziemlich voll und die Athmosphäre – na ja. Versuch mal das Steigenberger am Los Angeles Platz (ist in der Nähe von Wertheim am Kudamm). Früher gab es da tolle Klaviermusik (wenn man Glück hatte), der Kuchen war super und die Preise günstiger, als im Kranzler. Ansonsten: Viel Spaß noch beim NaNoWriMo. Oh, und ich habe gerade einen Zitronenkuchen bei Starbucks. Danke übrigens, für das Starbucks-WLan.

      Axel 🙂

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