Folge 38 – Die Top 10 der Fantasyfilme

In der Folge 38 widmen sich die SchreibDilettanten den Top 10 der Fantasyfilme – genauer gesagt, Marcus‘ liebsten Filmen, denn Axel sieht natürlich alles völlig anders. Ratet mal, welcher Film auf Platz 1 der Liste steht?

Wochentipp: Der Comic „Ender’s Game“ nach den Romanen von Orson Scott Card

31 Gedanken zu “Folge 38 – Die Top 10 der Fantasyfilme

  1. Hm … definitiv nicht meine Liste – obwohl Platz eins durchaus in Ordnung geht.
    Ebenfalls Zustimmung: „Die Gefährten“ ist tatsächlich der beste Film aus der HdR-Trilogie. Er hat den besten „roten Faden“, die emotionalsten Momente und die subtilste Magie.
    Unverständlich, dass der erste und mit Abstand beste Conan-Film fehlt – und „Legende“ von 1985 gehört auch in eine solcheListe.

    • Tja, mit Fantasy-Filmen ist das so eine Sache: Es gibt nicht wirklich viele und vor allen Dingen nicht viele gute Fantasy Filme. Um ehrlich zu sein hätte man vermutlich die Plätze 1-3 an die HdR-Trilogie geben müssen und ja, Conan hätte sicherlich einen Platz in der Liste verdient. Wahrscheinlich hätte man auch mal einen Blick nach Asien riskieren können. Prinzessin Mononoke (hoffentlich von mir richtig geschrieben) könnte man sicher auch bei den Top 10 einordnen – da hat halt jeder seine Vorlieben. Und da wir gerade dabei sind: „Legende“? Argh – der Film ist doch grottenschlecht 😉 Tom Cruise? Dazu ein großes Vieh mit roten Hörnern? Ne, ne, dann doch lieber „Das letzte Einhorn“ oder so 😉

      • Um doch noch mal an dieser Stelle eine Lanze für „Legende“ zu brechen:
        Ich gebe gerne zu, dass ich diesen Film nostalgisch überhöhe. Ich hab ihn mit … zehn oder elf im Kino gesehen und war schwer begeistert. Möglicherweise war das sogar der erste ernsthafte Fantasy-Film, den ich überhaupt gesehen hab.
        (nebenbei wird ein ähnlicher Umstand ja gern bei der Diskussion um die alte und die neue Star Wars Trilogie angeführt – die Überhöhung der alten habe nur nostalgische Gründe – anderes Thema – ebenso die Frage, ob SW nicht letztlich auch in diese Liste gehört … *g*)

        Für seine Zeit (wir hatten ja sonst nix) und auch allgemein würde ich mich gegen das Urteil „grottenschlecht“ aber verwahren. Allein David Bennent (wenn er auch in diesem Film verheizt worden sein mag) reißt ihn mächtig raus. Und Tim Currys Maske sowie seine Rolle als Bösewicht ist auch heute noch grandios.

        Ansonsten – klar ist es eine schlichte Story. Aber: hallo!?! Wir sprechen hier von Fantasy …

  2. An vielen Stellen kann ich sofort zustimmen, besonders die Nummer 1. Ich habe mehr als nur ein Tränchen vergossen, bei dem Film. Meine Top 10 sieht aber ein bisschen anders aus.

    10 Willow
    9 Die Braut des Prinzen
    8 Das Geheimnis der Mondprinzessin
    7 Der Tag des Falken
    6 Die Reise ins Labyrinth
    5 Red Riding Hood
    4 Der Sternenwanderer
    3 Legende
    2 Pans Labyrinth
    1 Das 10. Königreich (Ja, ist eher eine Serie, aber ich mag sie sehr.)

    Ja, dass ist wohl eine recht eigenwillige Liste. Was soll ich sagen. Ich habe einen eigenwilligen Geschmack.^^

    • Na, so unterschiedlich sind da unsere Geschmäcker ja nicht. Der Tag des Falken ist gar nicht so übel, stimmt. Den hatte ich ganz vergessen. Und Die Reise ins Labyrinth mag ich auch sehr, sehr gerne, ist bei mir aber irgendwie eher unter Muppets-Filmen und nicht unter Fantasy abgespeichert, genauso wie Der dunkle Kristall, der ja auch gar nicht schlecht ist. Das 10. Königreich kenne ich gar nicht. Kommt mal gleich auf die Liste.

  3. Mal ehrlich: Natürlich mag ich auch die Der-Herr-der-Ringe-Filme. Es ist ein Fest alle drei Filme zu sehen. Aber was haben denn der zweite und der dritte außer Schlachten großartig zu bieten? Okay, viele Gollum-Frodo-Dialoge … Wie gesagt, die Filme sind gut, aber sooooo der Überhammer sind sie meiner Meinung nach nun auch wieder nicht. Jedenfalls nicht im Vergleich zu so unglaublich intelligenten und stimmungsvollen Filmen wie Pans Labyrinth oder Sternenwanderer.

    Conan ist für mich ein vollkommen überschätzter Film. Ja, er war in den 80er-Jahren laaaaaaaange Zeit weit und breit der einzige Fantasyfilm, bei dem einem das Popcorn nicht gleich wieder hochkam. Aber seitdem hat sich doch eine Menge getan. Und das massive Machogelaber ging mir schon damals auf den Keks. Sechs Jahre später kam Willow, der Conan meiner Ansicht nach mächtig in den Schatten stellt. Und von da an ging’s ja dann doch recht zügig und kontinuierlich weiter mit guten Fantasy-Filmen.

    Legend habe ich nur im TV gesehen und da nie bis zum Schluss durchgehalten. Kam mir furchtbar überladen vor. Und, na ja, Tom Cruise. Für mich immer eher ein Argument fürs Abschalten.

    Den Blick nach Asien wage ich nie gerne, was Filme angeht. Mich konnte da noch nie ein Film überzeugen, weder Prinzessin Mononoke, noch der viel gelobte Das Wandelnde Schloss oder Ghost in the Shell oder Chinese Ghost Story (die Filme waren ja eine Weile total in und man konnte leider keinen Videoabend ohne machen). Sei es nun Fantasy, Manga oder Bollywood. Mir sind die Filme stets zu wirr in der Handlung und zu überschwänglich. Ja, ich weiß, die Asiaten haben eine ganz andere Erzähltradition. Wer sich da drauf einlassen kann, dem will ich das ja auch nicht nehmen, aber mein Ding ist es einfach nicht.

    • In einem Punkt will ich Dir noch einmal ausdrücklich Recht geben: Der erste HdR-Film ist mit Abstand der beste aus der Trilogie. (natürlich nur in der Extended Edition – wenn wir von den Filmen sprechen, sprechen wir selbstredend grundsätzlich IMMER ausschlißelich über die Lang-Versionen)
      Er erzählt eine Geschichte über die Charaktere und geht über die schlichte Abfolge von Schlachten weit hinaus. Für mich hat er auch die meisten Gänsehaut-Momente (allen voran Gandalfs Fall) und folgt weit besser als die anderen einem roten Faden.
      Das liegt vor allem natürlich auch an der Buchvorlage.
      Bie Film zwei hab ich mich teilweise sogar geärgert – der Exorzismus an Theodem war geradezu lächerlich. Die subtile Magie-Darstellung aus Teil eins war damit flöten.

      • Watt? Ne, ne. Der zweite und der dritte sind mindestens genauso gut. Sie haben die Geschichte von Gollum, die Story von Aragorn und seiner Liebe, die Story von Eowyn, die gerne ein Krieger wäre … und den ergreifensten Moment der ganzen Film Saga gibt es im 3. Teil: Pippin, der für den essenden Denethor singt, während sein Sohn in die Schlacht reitet.

        • Unbenommen!
          Allein die Signalfeuer-Szene ist grandios.
          Letztlich handelt es sich ja auch um einen einzigen Film, der aufgrund der Schwäche menschlicher Zuschauer (Hunger, Schlaf, Blase) in drei Teile unterteilt wurde.
          Dennoch bleibe ich dabei, dass der erste Abschnitt (auch aus Gründen der Buchvorlage) halt der beste ist.
          Auch sind in Teil zwei und drei ein paar Ärgernisse versteckt (Theodens „Exorzismus“ und der „Schnittfehler“ um Gandalfs Ankunft in Minas Tirith) – die aber die positiven Seiten beiweitem nicht aufwiegen.
          Ich würde schlicht die Gesamt-Trilogie (Extended Edition) komplett auf Platz eins setzen.

    • Jetzt aber zu Conan …

      Ok … Wer schon mit der Buch- und/oder Comic-Vorlage nichts anfangen kann, dem wird auch der Film nicht gefallen. Geschenkt!

      Die Figur des Conan stammt vom Trivium und wird sich auch in anderen Medien nicht in einen komplexen Charakter verwandeln lassen.

      Und ja: Ich habe eine gewisse Schwäche für Trash und bin auch heute noch überzeugter Fan von 80er-Jahre-Action-Kloppern. Die Expendables-Reihe ist genau mein Ding. 😉

      Aber der erste Conan-Film (den zweiten Teil kannste getrost in die Tonne kloppen – und auch das kürzlich erschienene Remake war nur so mittel) ist und bleibt großartig. Allein der Einsatz der Musik gibt ihm fast etwas Opernhaftes.
      War natürlich geschickt vom Regisseur, die meisten Anabolika-Darsteller einfach die meiste Zeit die Fresse halten zu lassen. Und ohne den grandiosen Soundtrack wäre der Film tatsächlich nur halb so gut.

      Ja, die Bhagwan-Allegorie ist eher plump und natürlich wird da ne Menge brutalst geschnetzelt – aber nicht umsonst nennt sich das Genre Sword and Sorcery …

      • Also was mir an eurem Podcast auffällt – grundsätzlich und in diesem ganz besonders – ihr stellt Filme und Romane auf eine Stufe des Erlebens. Das empfinde ich irgendwie ganz anders. Einen Film sehen, ist viel passiver und weniger intensiv (für mich), als einen Roman zu lesen, zumindest wenn er meinen Geschmack trifft.
        In diesem Podcast habt ihr sogar zugegeben mein absolutes Lieblingsbuch, über Jahrzehnte unverändert die Brautprinzessin, nicht gelesen zu haben. Ich gebe zu, dass der Film ganz nett ist. Aber: Bitte versprecht mir, das Buch noch zu lesen! Es schlägt den Film um Längen. Allein der Todeszoo ist es wert! Es gibt auch eine Hörbuchversion gelesen vom wunderbaren Jochen Malmsheimer, gemeinsam mit Bela B. Macht das! Bitte! – und weiterhin einen erfolgreichen Nano…

        • Hallo, Kirsten,

          sicherlich sind da die Geschmäcker verschieden, aber ein guter Film unterhält mich so gut, wie ein gutes Buch (das man Bücher nicht 1:1 wie Filme aufbauen, haben wir schon öfters gesagt, hoffe ich). Heule sowohl bei berührenden Büchern, als auch Filmen 😉 Das gleiche gilt – soweit es mich betrifft – auch für Comics, Hörspiele – sogar Computerspiele etc. Alles sind Medien, um Geschichten zu erzählen und da sind wir in einer Tradition, die ja bis in die fernste Vergangenheit zurückreicht 🙂 Zur Brautprinzessin: Das Buch haben wir – irgendwo. Meine Frau hat es auch gelesen, glaube ich. Ich werde mich bemühen es zu lesen – nur nicht im Moment. Ich lese da sehr strategisch – passend zu dem, was ich schreibe. Und zurzeit sind das Thriller und keine Fantasy. Wenn ich jetzt Fantasy lese, habe ich Angst aus meinem Schreibtritt zu kommen, okay?
          Ansonsten, vielen, vielen Dank für deine Mail.

        • Mir geht es da ähnlich wie dem Axel. Für mich sind Romane Kopfkino. Das heißt nicht, dass ich dem einen das andere vorziehe. Ich bin jedoch jemand, der geraffte Strukturen und Stoffe zu schätzen weiß.

          Ich denke da beispielsweise an Ecos „Der Name der Rose“. Als Film hat mich die Story begeistert. Der Roman war mir schlichtweg zu ausschweifend. Aber das ist natürlich absolute Geschmackssache und vielleicht auch eine Frage, wie man so aufgewachsen ist. Für mich ging schon als Kind und Jugendlicher Film- und Buchkonsum stets Hand in Hand.

          Natürlich gebe ich dir recht, dass manchmal ein Film die Romanvorlage nur sehr schal abbildet. Mir fällt gerade kein Beispiel ein, aber häufiger war ich da schon enttäuscht. Aber den umgekehrten Fall (s.o.) gibt es für mich halt auch.

  4. Terry Pratchett diktiert seine Bücher (er kann wegen seiner Alzheimererkrankung nicht mehr schreiben) entweder seinen Assistenten Rob Wilkins oder einer Schreibsoftware – seine Tochter unterstützt ihn auch sehr, und wird wahrscheinlich die Bücher auch übernehmen, wenn es gar nicht mehr geht (hab ich zumindest letztens in einem Interview gelesen).

  5. Der von Euch gesuchte Italo Western, in der Besprechung des Filmes Dragonheard ist vermutlich „Zwei Glorreiche Halunken“, mit Clint Eastwood, Regie Sergio Leone.
    Der Originaltitel ist allerdings schöner: „The Good, The Bad, And The Ugly“.
    In der ungekürzten Version ein unbedingt sehenswerter Film.
    (Nur etwas wenig Fantasy)

          • Okay …

            Gerne können wir eine Folge über Western machen. Müssen wir nur vorher gucken. Kenne nicht sooooo viele. Obwohl ich so prinzipiell nix gegen Western habe.

          • Western sind auch für Schreiber nicht uniteressant. Oft findet man dort die klassische „Heldenreise“. Auch Typen wie Rivalen, Gefährten, der Narr und entsprechende Frauenfiguren sind oft verbaut.
            (Vgl. auch James N. Frey „Die Kraft des Mythos“)

          • Ja, stimmt. Axel kennt ja genug Western, wir machen die Folge. Wird aber erst irgendwann im nächsten Jahr erscheinen. Zur Heldenreise und den Figuren der Heldenreise haben wir schon Folgen aufgenommen. Das passt dann ja.

  6. In meiner Liste wäre Spirited away (Chihiro’s Reise ins Zauberland) ganz weit vorne, wenn nicht sogar auf Platz eins (Obwohl ich Pan’s Labyrinth auf Platz eins auch berechtigt finde). Ich finde, dass hinter diesem Film einfach so wahnsinnig viel Fantasie steckt. Meiner Meinung nach keinesfalls nur ein Kinderfilm, sondern ein Meisterwerk, das ein Amerikaner oder Europäer niemals hätte machen können. Nicht umsonst der erste animierte Film der je einen Oscar erhalten hat.

    • Guter Hinweis und du hast natürlich völlig Recht: Chihiro ist ein grandioser Film, den ich jedes Mal mit größter Begeisterung (um nicht zu sagen: „Verzauberung“) gesehen habe. Jupp, der gehört auf jeden Fall unter die Top 10 (außer natürlich, man entscheidet sich für „Das wandelnde Schloss“ oder „Totoro“ 😉 ).

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