Folge 5 – Gute Prosa

Marcus Johanus und Axel Hollmann sind die Schreibdilettanten. In der 5. Folge geht es um Prosa. Was macht „gute Prosa“ aus? Woran erkennt man gute Prosa, wie schreibt man sie und wie wichtig ist sie, wenn man einen Roman schreiben will.

Der Wochentipp:  „Writing Young Adult Fiction for Dummies“ von Deborah Halverson

Links zur Folge


9 Gedanken zu “Folge 5 – Gute Prosa

  1. Wieder ein informativer, toller Podcast!
    Werde mir Eure Tipps auf jeden Fall zu Herzen nehmen.
    Die „for Dummies“-Reihe ist wirklich sehr gut. „Writing Fiction for Dummies“ hat ebenfalls einen großen Wiederleswert. Ist von Randy Ingermanson, Erfinder der sog. Snowflake-Methode.
    Beim Thea-Dorn-Beispiel wäre der Satz „Angst erfasste sie“ für mich eher ein Beispiel für schlechte Prosa: Show don’t tell.
    In „On Writing“ gibt Stephen King ja noch gute Hinweise, wie man eine Prosa schreibt, die nicht von der Story ablenkt: „Unsichtbare“ Formulierungen wie „‚Pass auf!“, sagte er“ vor aufwendigen wie „‚Pass auf!‘, grinste er wissend“ und die Vermeidung von Adverbien (die allerdings im Englischen störender sind als im Deutschen).
    Dann bis nächste Woche!

    • Danke für deinen netten Kommentar. Dein Thea-Dorn-Beispiel stimmt natürlich und ja, in „On Writing“ findet man immer wieder nützliche Tipps. Tolles Buch, muss das Hörbuch (von King himself gelesen) mal wieder beim Laufen hören. Eine schönes Wochenende noch.

      Axel 🙂

  2. Sehr schöne Ergänzungen zum Podcast, vielen Dank.

    Was das Thea-Dorn-Beispiel angeht. Nun ja, „Show Don’t Tell“ wird von vielen sehr erfolgreichen aktuellen Autoren an vielen Stellen nicht befolgt. Eines meiner Lieblingsbeispiele ist John Scalzi, der wahnsinnig viel erzählt, trotzdem aber spannend, unaufdringlich und flüssig zu lesen ist.

    Irgendwo habe ich dazu auch mal einen ziemlich weisen Artikel gelesen, dass es auf eine ausgewogene Mischung aus „Tell“ und „Show“ ankommt. Ist jetzt aber sehr speziell und mir fällt ums Verrecken nicht mehr ein, wo genau ich das gelesen habe. Ich poste das mal, wenn es mir wieder einfällt unter den Shownotes.

    • Ja, ich wollte dazu eigentlich auch noch etwas mehr dazu sagen: Wenn man immer alles „zeigt“, kann die Geschichte natürlich auch zuviel an Tempo verlieren (man beschreibt ja auch nicht jede Nebenhandlung ausführlich). Es gilt halt abzuwägen, was jeweils zweckmäßig ist. Und manchmal sind Autoren vielleicht auch einfach nur faul 😉

      Axel 🙂

  3. Ihr habt natürlich Recht, so apodiktisch kann man „Show don’t tell“ nicht verfolgen, ich lese sehr gute Beschreibungen wie von Proust oder Mann jederzeit gerne.
    Aber in dem Dorn-Beispiel, das ja irgendwie szenisch und packend sein sollte, fiel mir der oben genannte Satz halt unangenehm auf.

    • Wie gesagt, du hast völlig recht. Puh, was für ein Glück, dass das nicht mein Beispiel war 😉 Nein, im Ernst „Show, don’t tell“ ist ein spannendes Thema, spannend genug, um ihm einen gesamten Podcast zu widmen. Wir werden das bestimmt aufgreifen! Axel 🙂

  4. Ein Bsp. für Prosa aus einen Indiana Jones Buch, die ich als Kind nicht direkt verstand: Er drückte den Knopf so fest, dass das Blut aus seinem Daumen wich.

    Sie meinten, dass die Durchblutung stoppt und der Daumen ein wenig weiss wird, ich dachte damals, dass da wirklich Blut aus dem Daumen läuft.

  5. Nachdem ich euren Youtube-Canal durchgesuchtet habe, mache ich mich nun an eure Podcasts. Ich muss sagen, sie überzeugen mich jetzt schon. Mir ist aufgefallen, wenn man euch nur zuhört, euch also nicht sieht, kann man sich viel besser auf den Inhalt konzentrieren. Der Sound ist irgendwie anders, aber angenehm.

    Zu der Folge möchte ich anmerken, dass mir die Textbeispiele sehr gut gefallen haben. Sie machen verständlicher, was ihr meint. Vielleicht könnt ihr ja öfters Textbeispiele bringen?

    • Das ist ein tolles Feedback, Sarah. Vielen Dank. Mit Textbeispielen haben wir so unsere Schwierigkeiten. Aber wir nehmen die Anregung gerne auf und schauen mal, was sich in Zukunft so machen lässt.

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