Folge 64 – Crossgenres

Romantic-Fantasy? SF-Horror? Immer wieder gibt es Romane, die die üblichen Genregrenzen sprengen. Welche Fallstricke bringt das mit sich? Wie kann man als Autor von solchen Grenzgängen profitieren und worauf muss man achten, wenn man unbedingt einen Historischen-Persiflage-Regional-Krimi schreiben will?

Tipp: „Hypnose“ von Sina Beerwald

7 Gedanken zu “Folge 64 – Crossgenres

  1. Star Trek hat nebenbei auch Westernwurzeln, Gene Roddenberry pries seine Star -Trek als Westerntrek im Weltall an.

    Ich finde, man soll nicht ganz so auf den Markt schielen. Eigentlich sollte die Geschichte und die Figuren das Crossgenre erzwingen, so dass man denkt, dass muss so sein. Wichtiger halte ich allerdings Relevanz.
    Und das zweite Gesicht war offenbar so erfolgreich, dass Kai Meyer ein weiteres Buch veröffentlichen durfte. Täusche ich mich da, aber es war mit eines seiner ersten Bücher. Die sind meistens nie ganz so erfolgreich. Auch das erste Buch mit Robert Langdon war nicht so populär wie das Sakrileg.

    Bei Frank Schätzing gibt es auch ein paar andere Gründe, um den wegzulegen: er ist sehr geschwätzig.

    • Klar, die Geschichte und die Figuren sollten immer im Vordergrund stehen. Interessant übrigens, dass sich die Star Trek Kino-Filme wohl wieder in diese ursprüngliche Richtung entwickeln werden – zumindest verspricht das Ende des aktuellen Kinofilm dies.

  2. Guten Tag! Ich hole gerade mal wieder einige Episoden eures Podcasts nach (die sind immer so kurz, das ich dann lieber 3-4 am Stück höre, wenn die Zeit mal da ist) und bin jetzt bei den Crossgenres angekommen.
    Grundsätzlich möchte ich euch da auch gar nicht groß widersprechen, nur im Falle Firefly macht ihr das Scheitern der Serie zu sehr am Genre fest. Da spielten so viele andere Sachen mit rein, das es, Genre hin oder her, eigentlich schon allein wegen des Senders nie eine Chance auf Erfolg hatte. Da wurde ja erstmal die Pilotfolge abgelehnt und der Einstieg in die Serie musste provisorisch in der zweiten Folge geschehen, die so nie gedacht war. Der richtige Pilot wurde irgendwann später nochmal gezeigt und die anderen Folgen wurden, wenn ich mich recht erinnere, auch nicht in der korrekten Reihenfolge ausgestrahlt. Dazu kamen noch die völlig überzogenen Erwartungen des Senders, die Serie müsse sofort so erfolgreich sein, wie es vorher Buffy und Angel waren. Unter den Umständen kann man es also kaum auf das Genre schieben. Obwohl die Kombination vermutlich durchaus auch ihren Teil dazu beigetragen hat. Aber das gab es ja früher z.B. in Zeichentrickserien wie Saber Rider oder Galaxy Rangers genauso und wer das, wie ich z.B., in seiner Jugend sah, war dann eigentlich gerade im richtigen Alter, um Firefly auch zu mögen. Und ich glaube auch nicht, das die Geschichten in den einzelnen Firefly-Episoden nun unbedingt den durchschnittlichen Westernfan überfordert haben. Für sich genommen waren das doch meist zumindest vordergründig recht einfache Sachen, wie z.B. ein Überfall auf einen Zug oder die Geschichte mit dem Duell.

    • Hey,

      da kennt noch jemand „Saber Rider“ 🙂 Kann gut sein, dass du mit Firefly Recht hast. Schade auf jeden Fall, dass es die Serie so früh zerlegt hat. Auf jeden Fall: Noch viel Spaß beim Hören!

      • Es gibt übrigens auch eine famose Animeserie (mitlerweile wohl auch noch einen Film dazu) namens Trigun, die ebenfalls Western und Sci-Fi mischt und ziemlich toll ist. Vielleicht hat man in Japan einfach weniger Probleme mit sowas.

  3. Jim Butcher lese ich derzeit auch. Butcher lässt seinen Harry Dresden ziemlich leiden und drängt ihn stets in aussichtslose Szenen, aus denen er auf oft wirklich überraschende Weise (ich bin erst bei Band 4) entkommt. Die Figuren und auch das Setting finde ich sehr faszinierend. Die Struktur erinnert mich sehr an die Martin Scott Romane (Turai), wo alles erstmal unübersichtlich expandiert, bis alles im Höhepunkt aufgelöst wird. Nur das Martin Millar (Scott) das noch mehr auf die Spitze treibt. (Natürlich alles meine Meinung 🙂 ) Cross-Genre finde ich klasse.

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