Folge 71 – Star Wars Storytelling

Der erste Star-Wars-Film kam 1977 in die Kinos. Das SF-Epos prägt seitdem Generationen. Woher kommt diese enorme Wirkung, was steckt hinter der Fassade aus Special-Effects und verwirrender Nummerierung? Was kann man vom Drehbuchautor George Lucas lernen, zweifellos einer der erfolgreichsten Autoren aller Zeiten?

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19 Gedanken zu “Folge 71 – Star Wars Storytelling

  1. Ich finde es sehr interessant, dass ihr Starwars immer u.a. mit einem Western vergleicht. Ich hatte in der Geschichte eigentlich immer eher eine typische Samurai Geschichte gesehen, nur eben mit Lichtschwertern, statt Katanas aber davon abgesehen mit dem typischen Sensei usw. Dass die Rüstung von Darth Vader sehr japanisch angehaucht ist, hattet ihr ja erwähnt.
    Allerdings macht auch der Western-Vergleich sehr viel Sinn. Dabei muss ich immer an die Szene denken, in der Han Solo in der Bar reflexartig aus der Hüfte heraus einen Widersacher erschießt.

    • Ja, mich erinnert die Cantina-Szene und Mos Eisley insgesamt halt stark an Wild-West-Filme. Der Samurai-Vergleich ist natürlich auch absolut treffend. Ich wäre bloß selbst nicht darauf gekommen, weil ich nun wirklich nicht die geringste Ahnung von dem Genre habe. Allerdings weiß ich, dass Lucas sich beim Design von Darth Vader von einem Samurai-Film inspirieren ließ.

      Ich denke, dass dies halt eines der Erfolgsrezepte von Star Wars ist, dass Lucas sich bei verschiedene Kulturen bediente und stets sowohl optisch als auch von den erzählerischen Motiven her einfach Universelles herausgriff. Fängt bei der Heldenreise an, hört dort aber noch lange nicht auf.

      Vielen Dank für diesen Hinweis, Tony.

      • Nichts zu danken 🙂
        Ich denke auch, dass gerade diese Mischung zu den größten Stärken von StarWars gehört. Es unterscheidet sich doch sehr von anderen Sci-Fi Geschichten. Selbst heute, mehr als 30 Jahre nach dem ersten Film, gibt es nichts vergleichbares.

  2. Ich finde, George Lucas‘ Erfolg zeigt vor allem eine Sache, die ihr auch schonmal erwähnt hattet, beim Vergleich von Descovery Writing mit Planendem. Der Mann hatte einen Erfolg, aus Zufall. Er weiß nicht, wie man schreibt. Hat keine Ahnung über Storybögen, Charakterentwicklung – oder entstehung.
    Er hatte einen großen Erfolg, aber keine Ahnung, wie dieser Entstand, weshalb er ihn mit den Prequels nicht mehr wiederholen konnte. Denn wie jeder Hollywoodproduzent (unabhängigkeit hin oder her), er projeziert den Erfolg auf den kleinsten, gemeinsamen Nenner. Hier die Special Effects. Was die gesamte neue Trilogie einfach objektiv schlecht macht.

    Nichtsdestoweniger liebe ich Star Wars und man muss dem Mann doch Respekt zollen, aufgrund seines Lebenswerks. Aber er hat es doch ganz schön leiden lassen!

    • Sorry, aber da muss ich in allen Punkten widersprechen. Ich denke, Lucas reizt die Grenzen seines Genres, was Charakterentwicklung und Story angeht, so weit aus, wie es möglich ist. Natürlich gibt es Grenzen innerhalb des Genres. Star Wars-Filme sind keine Shakespeare-Dramen, sondern im Prinzip Remakes von Flash-Gordon- und Buck-Rogers-Filmchen aus den 1940er-Jahren. Dafür besitzen sie eine sensationelle Tiefe.

      Objektiv schlecht … Das finde ich ohnehin stets heikel zu sagen. Was ist schon im künstlerischen und kunstnahen Bereich objektiv? Nach welchem Maßstab? Mich haben alle sechs Filme glänzend unterhalten und nachhaltig beeindruckt. Es gibt keine anderen Filme, die ich so häufig gesehen habe und auch immer und immer wieder sehen kann. Hinzu kommt, dass alle sechs Filme absolute Kassenschlager sind, wenn ich mich recht entsinne, ist Episode I sogar von allen Star Wars-Filmen der erfolgreichste und einer der fünfterfolgreichsten Filme aller Zeiten. Zusammen mit James Cameron ist er der einzige Regisseur/Drehbuchautor, der in den Charts zweimal in den Top 10 vertreten ist. Irgend etwas muss Lucas also richtig machen. Und die Special Effects alleine können es nicht sein, denn die machen inzwischen jährlich mindestens ein Dutzend Filme genauso gut, wenn nicht sogar teilweise besser.

      Subjektiv hat mich gerade die Charakterentwicklung Anakins in Episode III beeindruckt. Die Verführung zur dunklen Seite, die Tatsache, dass er aus richtigen Beweggründen das Falsche tut, wie er erkennt, am Point of no Return angekommen zu sein und nicht mehr zurück kann … Das finde ich alles grandios.

      Und mit Figuren wie Yoda und Han Solo hat Lucas Charaktere geschaffen, die weit über die Grenzen des Genres und des Mediums bekannt sind. Ich denke, sehr viel erfolgreicher kann ein Autor einfach nicht sein.

    • Hm,

      ich bin nun nicht der George Lucas Experte, aber nach einer kurzen Wikipedia-Recherche habe ich nicht den Eindruck, dass er als völliger Laie Star Wars geschrieben hat. Im Gegenteil, er war ja an div. Projekten beteiligt gewesen und wollte sich ja nun an klass. Märchen / Mythen orientieren – kein Wunder, dass man am Plot vieles aus der Schreibtheorie wiederfindet.
      Wie Marcus teile ich auch deine Meinung zu SW 1-3 nicht. Ich vermute mal, du bist einfach nicht die Zielgruppe (Marcus und ich sind sie übrigens ganz sicher nicht). SW 1 wurde für Kids gemacht, um die ans SW Universum heranzuführen – und zumindest bei meinen Jungs hat das funktioniert. Für sie macht Star Wars das Universum der Folgen 1-3 (Clonekrieger und Co.) aus. Mit den Folgen 4-6 können sie nichts anfangen, die finden sie doof (ja, auch Han Solo, Chewie und selbst Darth Vader, sorry Marcus 😉 ).

      • Ohje, was ich da ausgelöst habe XD

        Ich hab mich dann falsch ausgedrückt. Ich meinte nicht, dass Lucas, ein Laie ist, aber ich finde schon, dass eben – was Marcus schon sagte – die sensationelle Tiefe bei den Prequels fehlt. Es läuft immer auf die Endschlacht hinaus. Dazwischen gibt es zwei Punkte, die Anakin in die Position bringen sollen, in die ihm die Story haben möchte. Nämlich böse werden. Gleichzeitig handeln alle anderen Personen, auch so, damit nichts anderes übrig bleibt, als dass er so ist, wie er sein muss, damit die Story funktioniert.
        Zb. Yoda. Der weise Führer, der immer ein offenes Ohr hat für jeden. Und er tut gar nichts, um Anakin in seiner Situation zu helfen, obwohl er spürt, dass mit ihm etwas passiert. Er redet nicht mit ihm, wie er seine Probleme mit „hellen Methoden“ lösen kann. Drehbuchtechnisch ergibt das Sinn, weil nur so Anakin zu Darth Vader werden kann. Aber innerhalb der Geschichte muss sich jeder anders verhalten, als er es normalerweise tun würde.

        Und zu dem Erfolg von Episode 1: Es gab keine Möglichkeit, dass der Film nicht erfolgreich sein könnte. Und danach sind die Zahlen auch wieder runter gegangen – wie von dir erwähnt – einfach weil er vielen zu dumm und zu kindisch war. Mal davon abgesehen, dass die gesamte Prämisse des Films die Liebesgeschichte zwischen ner 17/18 Jährigen und einem 12 jährigen Jungen ist.
        Und auch zu langweilig. Als erstes Mal ergibt die Politik mit Handelsföderation und Senat, wie auch die Blockade, keinen Sinn (auch hier: drehbuch, damit alles kommt, wie es kommen muss – ohne natürlichen Fluss).
        Das „kulturelle“ Problem der Gungans – die auch keinen Zweck haben, außer die 0815 Armee für die Endschlacht zu sein – lässt sich innerhalb von 5 Sekunden lösen – war also auch völlig egal für die Handlung und und und. Die Geschichte der Prequels macht durch und durch keinen Sinn und soll nur Eye Candy in Form von SFX liefern.
        Und das empfand ich bei der alten Trilogie absolut nicht.

  3. Zur Zielgruppe: Ich war ein Stöpsel von 12 oder 13 Jahren, als der rauskam und fand ihn genial. Jetzt bin ich es nicht mehr und find ihn nicht mehr. Das ist nunmal die Schwierigkeit, wenn man für eine Zielgruppe schreibt. Und auch das war Star Wars vorher nicht. Extra für Kinder geschrieben.

    • Ich will hier keinen Flame War lostreten. Wenn dir die Filme nicht gefallen, ist das okay. Ich empfinde das anders, weil ich die Punkte, die du erwähnst auch anders einschätze.

      Ich denke schon, dass auch Episode IV bis VI durchaus mit einem jugendlichen und kindlichen Publikum im Hinterkopf gemacht wurden. Sonst hätte es nicht die Flut von Spielzeugen gegeben, die eindeutig für achtjährige gemacht waren.

      Figuren wie Chewbacca, Yoda und die Ewoks, vor allem aber C-3PO und R2D2 sind meiner Meinung nach als Identifikationsangebot und komische Rollen für ein jüngeres Publikum gedacht. Die Filme sind nicht nur für Kinder und Jugendliche, aber das gilt meiner Meinung nach für I-III ebenso. Gut, für Episode I vielleicht nicht, der ist nun wirklich ein Kinderfilm. Aber ich habe keine Probleme damit, Kinderfilme zu gucken. Wenn’s nicht gerade die Teletubbies sind, mache ich das meistens sogar recht gerne 🙂

      Dass du den stets gleichen Aufbau bemängelst, kann ich verstehen. Allerdings sind Star-Wars-Filme halt Pulp. Die Konfrontation mit dem Schurken am Ende der Geschichte gehört einfach zum Genre. Abgesehen davon haben sowohl Episode III als auch Episode V gar keine Endschlacht. Für das Genre haben sie sogar einen ziemlich ungewöhnlichen Spannungsaufbau.

      Wir müssen nicht jeden einzelnen Punkt aufdröseln, nur so viel: Mit Logik etc. in Star Wars ist ein wenig, wie mit der U-Boot-Szene bei Indiana Jones. (Die Drehbücher dieser Filmreihe stammen ja auch von Lucas und sind grandios.) Natürlich kann sich kein Mensch an einem U-Boot festklammern und so die Nazis verfolgen.

      Ich vermute jedoch, dass solche Plot-Elemente kein Bug, sondern ein Feature sind. Man versteht Star Wars oder Indiana Jones nur ganz, wenn man weiß, dass Lucas in der Tradition der 40er-Jahre Movie-Serials steht. Er wollte mit Star Wars moderne Flash Gordon- und Buck-Rogers-Filme machen, die ihn selbst in seiner Kindheit begeistert haben. Wenn man sich die mal anschaut, ist es fast schon erschreckend, wie massiv sich Lucas dort bis hin zum Design bedient hat. Logikfehler sind in den Serials in jeder Folge zu Hauf zu beobachten. Jegliche Logik tritt zugunsten von Dramatik und Spannung in den Hintergrund. Das gehört dazu.

      Schaut man sich diese Pulp-Filmchen an, hat Lucas sich vergleichsweise um eine seriöse Handlung bemüht. Hier und da konnte er sich wahrscheinlich aber Anleihen an seine Vorbilder, an denen ja sein Herzblut hängt, nicht verkneifen. Sicherlich ist das unmodern, aber Ziel der damaligen Streifen war, die Rationalität des Zuschauers mit dem Sense of Wonder zu erschlagen. Was anderes macht Lucas auch nicht.

      Das muss einem nicht gefallen. Es ist okay, wenn du die Filme deswegen nicht magst. Ich finde es toll, weil ich die Begeisterung für die Serials halt teile.

  4. Hätte ich den Eindruck hier geht es um einen Flamewar, würde ich gar nichts schreiben 😉 Das wäre mir nämlich zu doof. ABER man kann sich ja ruhig über verschiedene Ansichten unterhalten.

    Und mit Logik meinte ich nicht Realismus. Ich meinte, wie die Story ineinander greift. Zb. die Gründe, warum die Personen handeln. Hier: Warum sie von dem einen Planeten zum anderen fliegen. Und dabei dient es bei Ep 1 einzig und alleine, um die nächsten beiden Filme zu ermöglichen. Red Letter Media hatte dafür mal ein ellenlanges Video gemacht – dass ich wegen dem drumrum nicht allzu mag (eine Horrorstory gehört nicht zu einer Kritik), aber den genannten Dingen tut das ja keinen Abbruch.

    Auch meinte ich nicht, dass die alten Filme für „Erwachsene“ geschrieben wurden. Aber sie wurden mit Blick auf die Story geschrieben. Das Spielzeug kam ja erst hinterher. Aber zb. die Podrennen haben keinerlei Grund oder Bedeutung in der Geschichte. Außer danach Spielzeug zu verkaufen. Und dann Jar Jar Binks, der wohl als rassistischste Figur ever in die Geschichtsbücher eingegangen ist 😉 – auch nur, damit es zu den dutzenden anderen Comic reliefs – die Droiden Armee ist schon ein einziger – noch einen weiteren geht, damit es den Kids auch ja nicht langweilig wird. Und der tauch auch – im Gegensatz zu Chewy, Han etc – in den weiteren Filmen nicht mehr auf. Aus gutem Grund.
    Das gesagt, ich habe nichts gegen Kinderfilme. Im Gegenteil. Mit Avatar, den DC Serien haben Kinderserien eine Tiefe erreicht, die die meisten Serien für Erwachsene nicht halten können. Aber das liegt eben daran, dass sich Leute mit dem beschäftigt haben, was man mit den Charakteren, der Story machen kann. Und nicht nur das Augenmerk auf Special Effects und Spielzeugverkäufe gerichtet hat. Damit will ich nicht sagen, dass darauf nicht geachtet werden soll, aber es ist nicht Hauptaugenmerk der Autoren.

    Ich meinte auch nicht, dass der Aufbau zu einer Endschlacht führt. Sondern, dass in zwei Stunden FIlm sonst nichts passiert. Die reisen von Naboo zu Tattoine, nur um Anakin für den 2. Teil zu holen – zu Corrousant, um dann den Plot für den 3. Teil zu rechtferitgen und erst dann geht es mit dem eigentlichen Plot – Naboos Freiheitskampf – weiter. Wenn man a new hope vergleicht. Alles in diesem Film trug zur Vernichtung des Todessterns – dem Climax des Films – bei. Und die nächsten Filme haben diese Geschichte dann erweitert, waren in sich aber geschlossene Geschichten – trotz offenem Ende.

    Was ich bei Lucas neuen Filmen (auch bei Indiana Jones) ist nicht, dass er Filme machte, die er gut findet, sondern dass es ab einem gewissen Zeitpunkt nur noch um den Franchise Gedanken, ums Geschäft ging. Auch Indie 4 ist einfach eine Techdemo, die keinerlei Anstalten macht, eine zusammenhängende Geschichte zu erzählen. Auch das war bei seinen früheren Filmen nicht so. Früher war Lucas Filmemacher und Spielzeugproduzent, heute Spielzeugproduzent und Filmemacher.

    • Wir drehen uns ein bisschen im Kreis, deswegen gehe ich mal nicht auf jeden deiner Punkte ein. Ist kein böser Wille. Ich fürchte nur, wenn wir über lauter Detailfragen diskutieren, verlieren wir uns in Kleinigkeiten.

      Folgender Gedanke: Ich würde wetten, wären Episode I-III zuerst in die Kinos gekommen, würden wir heute die gleiche Diskussion mit IV-VI führen. Ja, ein müßiger Gedanke, weil wir ihn nie verifizieren können, aber ich möchte trotzdem kurz erklären, was ich damit genau meine:

      Ich habe so ein Phänomen an mir selbst neulich mit The Amazing Spider-Man erfahren. Als ich den Film im Kino sah, war ich bitterlich enttäuscht. Mich hatten die Sam-Raimi-Filme begeistert. Das war MEIN Spider-Man, mit dem ich aufgewachsen war. The Amazing Spider-Man fand ich total doof, weil er nichts Neues bot und mir bemüht anders vorkam.

      Neulich hab ich mir den Film noch einmal auf DVD angesehen und bin mal ganz bewusst vorurteilsfrei rangegangen. In einem Akt der Selbsthypnose habe ich die ersten drei Filme aus meinem Gedächtnis gestrichen. Ich bin halt ein Mensch der zweiten Chance. Und siehe da, plötzlich habe ich mich amüsiert.

      Ich will damit nicht sagen, dass der Film keine Schwächen hat. Hatten die Sam Raimi-Filme auch. Darauf kommt es mir mit dem Beispiel nicht an.

      Episode I-III haben zahlreiche Schwächen. Die haben aber Epiosde IV-VI ebenso. Manche von ihnen sind mehr oder weniger rational nachvollziehbar, andere diskussionswürdig und liegen im Auge des Betrachters. Aber Unterhaltungsmedien sind keine exakte Wissenschaft. Am Ende zählt, ob mich die Story mitgerissen und das fertige Werk unterhalten hat. Dazu braucht es manchmal auch die emotionale Bereitschaft des Zuschauers. Bin ich nicht in der Stimmung für einen Horrorfilm, werde ich mich nicht gruseln, auch wenn ich gerade den besten Horrorfilm aller Zeiten gucke.

      • Wie du selbst sagst, man kann es ja nciht überprüfen. Aber ich würde dir zustimmen. Denn eigentlich ist es das, was ich meine.
        Ich muss dir aber Recht geben. Aller wahrscheinlichkeit nach wäre es so. Aber das ist ja auch völlig klar. Es geht ja nicht darum dass Ep 4 keine Fehler hat. Ep 1 ist ein Vehikel Spielzeug zu verkaufen. Wäre die Serie vorher genauso gewesen, hätte ja keiner Grund sich zu beschweren. Aber so war es nunmal nicht.
        Ich bin der Meinung, dass man Werke egel welcher Art wegen der Fehler mag. Das Fandom hat sich gebildet, weil es die Star Wars Fehler mochte, vielleicht sogar damit identifizierte (schwarzweiße weltsicht, magische Macht etc etc). Nun geht aber diese Episode vollkommen konträr dazu (medicloreaner, eine unsinnige politische Diskussion), ohne wirklich einen neuen, interessanten Ansatz zu liefern (tatsächlich interessante politische Intrigen zB.). Sondern erzählt einfach nur, dass ist so, dass so, jetzt Planetenwechsel und kauft unser Merchandise.

        Und auch die großen Charaktere, die du erwähnst – Han Solo, Yoda, Chewy etc. – stammen alle aus der alten Trilogie. Selbst Mace Windu ist mehr bekannt als Samuel L. Jackson, als wegen seines Charakters.

        Aber ich denke auch, wir können uns einigen, uns nicht einig zu sein 🙂

        • Hi,

          ich bin ja nun echt kein George Lucas Experte, aber hatte er sich nicht ausdrücklich die Rechte am Merchandising auch schon für Episode 4 sichern lassen? Und ist damit reich geworden? Ich meine, ich habe nach Ep. 4 jeden möglichen Kram gekauft (verdammt, warum gab es damals kein SW Lego?). Insofern ist doch auch mit Episode 1 alles in bester Ordnung 😉 Und zu Mace Windu: Den hat L. Jackson gespielt? Hm, hatte ich gar nicht auf dem Plan. Und meine Kids ganz sicher auch nicht. Die kennen nur Mace Windu.

        • Dann sind wir uns ja einig 😉

          Ja, Lucas hat sich von Beginn an die Merchandiserechte gesichert. Er hat das Ganze in der Form, wie wir es heute kennen, erfunden. Ich finde das auch nicht verwerflich. Und auch hier gibt der Erfolg Lucas ja recht. Niemand wird gezwungen, Merchandise zu kaufen. Offensichtlich wollen die Menschen es ja.

          Aber das hat nun nichts mit dem Storytelling zutun.

          • Also Moment, ich hab auch nicht kritisiert, dass er das gemacht hat. Ich habe kritisiert, dass es nur noch darum ging. Und ja, dadurch war er erfolgreich, aber es hat ganz schön seinem Ruf geschadet.
            Und mit dem Erfolg gibt Recht konnte ich mich noch nie so richtig anfreunden. McDonalds hat auch Erfolg, aber das macht ihr Essen nicht nahrhafter.

          • Oh, nicht dass es nachher wieder falsch verstanden wird. Ich rede hier von der Zeit nach Ep 1.

          • Wir haben halt unterschiedliche Perspektiven, weswegen wir uns wohl nicht annähern werden.

            Und ja, ich denke, wer Erfolg hat, hat vielleicht nicht immer Recht, aber doch was richtig gemacht. Auch bei dem McDonald’s-Beispiel würde ich das so sehen, aber das führt jetzt ein wenig vom Thema ab, wenn ich das genauer erläutere.

            Ich sehe es, im Gegensatz zu dir, nicht so, dass die Filme nur Werbespots für Merchandise sind. Das sind sie auch, aber sie funktionieren für mich auch sehr gut als Geschichten, zumindest nicht schlechter als Episode IV-VI. Das ist nun einmal der Punkt, an dem wir in der Diskussion auch nicht weiterkommen werden. Wenn deine Episode I-III-Erfahrung anders ist, kann und will ich dir das auch nicht nehmen.

            Oder um bei deinem Beispiel zu bleiben: Ja, ich gestehe, ich mag den Hamburger Royal TS 😉

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